Verteidigerin kritisiert Umgang der Medien mit Høiby

    Keystone-SDA
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    Norwegen,

    Eine Verteidigerin von Marius Borg Høiby hat den Medien vor Gericht einen «brutalen Umgang» mit ihrem Klienten in den vergangenen eineinhalb Jahren vorgeworfen.

    Anklage
    Høiby ist unter anderem wegen Vergewaltigung, Misshandlung in engen Beziehungen und Körperverletzung angeklagt. (Archivbild) - keystone

    «Kein Versuch, an den Anstand der Medien zu appellieren, hat meiner Meinung nach gefruchtet», sagte Ellen Holager Andenæs, die den Sohn der norwegischen Kronprinzessin gemeinsam mit einem weiteren Anwalt vertritt. Ihr Klient habe es deshalb sehr schwer gehabt. Jemand, der über so lange Zeit einer solchen Flut von öffentlicher Aufmerksamkeit ausgesetzt sei, könne das Gefühl bekommen, dass er die Kontrolle über sein Leben verliere.

    Høiby fühle einen grossen Druck und habe Angst, chancenlos zu sein. Aber: «Wie alle anderen ist er so lange unschuldig, bis das Gegenteil bewiesen ist.»

    Der Norweger ist in 38 Punkten angeklagt. Ihm wird Vergewaltigung in vier Fällen nach norwegischem Recht vorgeworfen. Ausserdem geht es unter anderem um häusliche Gewalt, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Verstösse gegen ein Kontaktverbot, Drogen- und Verkehrsdelikte.

    Das Medieninteresse an dem Fall ist gewaltig: Rund 200 Journalisten verfolgten den Auftakt des Prozesses am Dienstag in Oslo vor Ort mit. Zum Schutz der mutmasslichen Opfer ist die Berichterstattung über die Verhandlung eingeschränkt. Der Angeklagte darf weder gefilmt noch fotografiert werden.

    Kommentare

    User #5906 (nicht angemeldet)

    Als erstes sollte die Verteidigung abgeschafft werden. Ein 28jähriger kann und muss die volle Verantwortung für sein Handeln übernehmen, die daraus resultierenden Konsequenzen tragen, Punkt. Das Schönreden und Vertuschen, das Verharmlosen und die Fehler beim Opfer suchen ist einfach nur widerlich, eckelerregend. Fb

    User #1720 (nicht angemeldet)

    Er hat doch die Kontrolle über sein Leben schon vorher verloren, sonst wäre er nicht in dieser Situation.

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