Vor Prozessstart: Marius Borg Høiby muss vier Wochen in U-Haft
Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, ist kurz vor Beginn des Vergewaltigungsprozesses gegen ihn festgenommen worden.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, wurde verhaftet.
- Gegen Høiby beginnt morgen in Oslo ein viel beachteter Prozess.
- Nun wurde bestätigt: Høiby muss vier Wochen in U-Haft.
Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, muss wegen weiterer Gewaltvorwürfe für mindestens vier Wochen in Untersuchungshaft. Das entschied ein Richter am Nachmittag in Oslo, wie die Nachrichtenagentur NTB berichtete.
Høiby war am Sonntagabend festgenommen worden.
Der 29-Jährige werde des körperlichen Übergriffs, der Drohung mit einem Messer und des Verstosses gegen ein Besuchsverbot verdächtigt, teilte die Polizei mit.
Morgen beginnt Prozess gegen Høiby
Gegen Høiby beginnt an diesem Dienstag (ab 9.30 Uhr) in Oslo ein viel beachteter Prozess. Der Sohn der Kronprinzessin aus einer früheren Beziehung ist bislang in 38 Punkten angeklagt – unter anderem wegen Vergewaltigung, Misshandlung in engen Beziehungen, Körperverletzung, Sachbeschädigung sowie Verstössen gegen Besuchsverbote.
Insbesondere die Vorwürfe der Sexualdelikte weist er zurück.

Die ersten Vorwürfe waren 2024 laut geworden – seitdem ist ihre Zahl stetig gewachsen. Zuletzt kamen erst vor einigen Wochen sechs weitere Anklagepunkte hinzu: So soll Marius Borg Høiby etwa 3,5 Kilo Marihuana aufbewahrt und transportiert haben und mehrfach zu schnell Motorrad gefahren sein.
Prozess soll bis Mitte März andauern
Im Sommer 2024 hatte er zugegeben, unter Alkohol- und Kokain-Einfluss gegenüber seiner damaligen Freundin gewalttätig geworden zu sein und Dinge in ihrer Wohnung zerstört zu haben. In einer Stellungnahme berichtete er damals von psychischen Problemen und davon, seit längerem mit Drogenmissbrauch zu kämpfen.
Die Ermittler sind sicher, dass er sich eine ganze Reihe an Straftaten zuschulden hat kommen lassen, darunter mehrere Sexualstraftaten nach dem norwegischen Vergewaltigungsparagrafen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Der Prozess soll bis Mitte März andauern. Nach dem Verlesen der Anklageschrift und den Plädoyers am ersten Tag soll Høiby am zweiten Prozesstag zu den Vorwürfen gegen ihn Stellung nehmen.
Ausserdem kommen mehrere mutmassliche Opfer und Zeuginnen zu Wort, darunter Ex-Freundinnen des Angeklagten. Es herrschen strenge Vorgaben für die Berichterstattung über die Frauen. Zahlreiche der Aussagen finden hinter verschlossenen Türen statt. Das Medieninteresse ist immens.















