Lufthansa Group streicht bis Oktober 20'000 Flüge
Die Lufthansa Group muss ihr Angebot reduzieren. Betroffen sind Flüge, die von Lufthansa CityLine angeboten wurden.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Lufthansa-Konzern streicht bis Oktober 20'000 Kurzstreckenflüge.
- Die betroffenen Flüge wurde bislang von Lufthansa CityLine angeboten.
- Den Betrieb von CityLine gibt es seit Kurzem nicht mehr.
Die Lufthansa Group streicht bis Oktober 20'000 Kurzstreckenflüge. «Die Streichung der bislang von Lufthansa CityLine angebotenen Flüge reduziert das Angebot der Lufthansa Group im Sommer um knapp ein Prozent der angebotenen Sitzkilometer.» Seit Montag fallen täglich 120 Flüge weg.
CityLine wurde zuletzt abrupt eingestellt, womit auch 27 Flugzeuge nicht mehr abheben. Die Streichung der 20'000 Flüge resultiere nun in einer Kerosineinsparung von über 40'000 Tonnen, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.
Weiter: «Die Flugplananpassungen senken die Anzahl unwirtschaftlicher Kurzstreckenflüge im Streckennetz der Lufthansa Group. Die geplante Konsolidierung des Europanetzes erfolgt dabei über die sechs Drehkreuze der Lufthansa Group in Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel und Rom.»
Passagiere hätten so weiterhin Zugang zum weltweiten Streckennetz, «insbesondere den Langstreckenverbindungen». Dies erfolge aufgrund der höheren Kerosinpreise nun aber effizienter.
Die Verbindungen von Frankfurt nach Bydgoszcz und Rzeszow (Polen) sowie nach Stavanger (Norwegen) fallen komplett weg. Weitere bisherige CityLine-Ziele übernehmen andere Fluggesellschaften des Lufthansa-Konzerns.
Für die kommenden Wochen sei die Kerosinversorgung der Lufthansa Group, zu der die Swiss gehört, gesichert. Der Kerosinpreis habe sich seit Beginn des Iran-Kriegs verdoppelt.
Weitere Anpassungen möglich
Die mittelfristige Streckenplanung will die Lufthansa Group Ende April oder Anfang Mai bekanntgeben. «Darin werden Optimierungen im Kurzstreckenangebot für den gesamten Sommer vorgenommen und damit Planungsstabilität für die Flugplanperiode gewährleistet.»
Für die vorgesehenen Flüge im Sommer erwarte man «eine weitgehende stabile Treibstoffversorgung». Man arbeite zudem an Massnahmen zur physischen Versorgung mit Kerosin und zur Preissicherung.












