Ritter Sport baut erstmals Stellen ab
Nach einem Verlust im vergangenen Jahr setzt der deutsche Schokoladenhersteller Ritter Sport den Rotstift an. In Stuttgart ist ein Stellenabbau geplant.

Ein Sprecher des Familienunternehmens teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit, dass in der Zentrale im schwäbischen Waldenbuch bei Stuttgart etwas mehr jede zehnte Stelle wegfallen soll. Das sei der erste Stellenabbau in der mehr als 110-jährigen Unternehmensgeschichte. Zuvor hatte die «Lebensmittelzeitung» berichtet.
Als Gründe nannte der Sprecher stark gestiegene Rohstoffpreise, vor allem bei Kakao. Aber auch die Preise für Energie und Verpackungen hätten das Geschäft zuletzt belastet.
Zudem sei eine deutliche Kaufzurückhaltung zu spüren. Der Abbau soll sozialverträglich erfolgen. Betriebsbedingte Kündigungen könnten jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Ritter Sport hatte bereits angekündigt, die Kostenstrukturen vereinfachen zu wollen. Für den Hersteller arbeiteten zuletzt rund 1900 Menschen weltweit.
In Waldenbuch waren es rund 1000 Menschen, davon etwas über 600 in der Verwaltung, wie der Sprecher mitteilte. Demnach sollen etwa 70 Stellen in der Verwaltung wegfallen.










