Ablagerungen im Tessin 40 Jahre nach Tschernobyl stark abgebaut
Vom Reaktorunfall von Tschernobyl am 26. April 1986 waren via Niederschläge in der Schweiz die Kantone Tessin, St. Gallen und Thurgau am stärksten betroffen. Im Tessin hat sich die Cäsiumbelastung bis heute um mehr als die Hälfte reduziert.

Dies sei dem physikalischen Zerfall zu verdanken, erklärten die Verantwortlichen an einer Medienkonferenz am Donnerstag in Bellinzona.
Am 3. Mai 1986 hatten im Tessin starke Regenfälle eingesetzt, welche die Ablagerung radioaktiver Substanzen ermöglichten, wie Cristina Poretti, Verantwortliche der nationalen Organisation für Probenahmen und Messungen für die Nationale Alarmzentrale des Bundesamts für Bevölkerungsschutz, erklärte.
Das Material stammte aus einer radioaktiven Wolke, die sich nach dem Reaktorunfall über Europa verteilt hatte. Dort, wo es regnete, wurden die Partikel auf den Boden gebracht. Im Tessin wurden danach in über 5000 Proben von Milch, Fleisch, Früchten und Fisch radioaktive Ablagerungen nachgewiesen, wie Poretti erklärte.














