Die britische Regierung sieht keinen Zusammenhang zwischen dem G7-Gipfel in Cornwall und einem starken Anstieg von Corona-Fällen in der Grafschaft.
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Gruppenfoto zum Beginn des G7-Gipfels. - POOL/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • In der vorletzten Woche fand im britischen Cornwall ein G7-Gipfel statt.
  • Kurz darauf wurden höhere Corona-Zahlen als vor dem Gipfel registriert.
  • Die Regierung sieht hier aber keinen kausalen Zusammenhang.

In der vorvergangenen Woche fand in Cornwall, Grossbritannien, ein G7-Gipfel statt. Kurz darauf wurde in der englischen Grafschaft ein Anstieg von Corona-Fällen registriert. Die britische Regierung sieht hier aber nach eigenen Angaben jedoch keinen Zusammenhang.

Das sagte ein Sprecher von Premierminister Boris Johnson am Montag im Gespräch mit Journalisten in London. Die Zahl der Neuinfektionen sei im Einklang mit denen in anderen Teilen des Landes.

«G7-Teilnehmer wurden vor ihrer Ankunft getestet und fortlaufend während des gesamten Gipfels. Wir wissen nichts von Ansteckungen der örtlichen Bevölkerung (durch Gipfelteilnehmer)», so der Sprecher.

Erheblicher Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz

Medien hatten zuvor von einem erheblichen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in den Konferenzorten St Ives und Falmouth berichtet. Diese Zahl bezieht sich auf die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohnern und Woche.

So soll der Wert in Falmouth in den sieben Tagen bis zum 13. Juni auf 600 gestiegen sein. Das entspricht einem Anstieg um 2000 Prozent. Landesweit lag der Wert im gleichen Zeitraum bei rund 77.

Das Treffen der Staats und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Wirtschaftsmächte in Cornwall vom 11. bis 13. Juni war der erste in Präsenz abgehaltene G7-Gipfel seit zwei Jahren.

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