G7-Gipfel

Bis zu 5000 Armeeangehörige sollen G7-Gipfel in Évian sichern

Keystone-SDA
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Bern,

Bis 5000 Schweizer Armeeangehörige sollen den G7-Gipfel in Évian-les-Bains (F) im Juni sichern helfen. Das beantragt der Bundesrat dem Parlament. Um Unterstützung ersucht hatten die Kantone Genf, Waadt und Wallis.

Armee
Bis zu 5000 Armeeangehörige sollen G7-Gipfel in Évian sichern. - keystone

Der Gipfel auf der französischen Seite des Genfersees findet vom 15. bis zum 17. Juni 2026 statt. Erwartet werden die Spitzen der G7-Staaten sowie weitere Staats- und Regierungsoberhäupter, wie der Bundesrat am Mittwoch zu seinem Entscheid schrieb. Hinzu kämen offizielle Delegationen und Medienvertreterinnen und -vertreter.

Teilnehmende werden zwar grundsätzlich auf französischem Boden untergebracht. Es kann laut Bundesrat aber nicht ausgeschlossen werden, dass auch Unterkünfte in der Schweiz benötigt würden. Zudem dürften viele Teilnehmende via den Flughafen Genf anreisen.

Nötigenfalls mehr als 2000, aber höchstens 5000 Armeeangehörige sollen wegen des Gipfels Assistenzdienst leisten. Gedacht ist, dass sie die Kantonspolizeien unterstützen und namentlich Aufgaben im Bereich Objektschutz, Überwachung, Erkundung, Transport und Logistik übernehmen.

Die hohe Zahl von Armeeangehörigen begründet der Bundesrat mit dem umfangreichen Sicherheitsdispositiv, der Komplexität der Region und den Aufträgen. Die Armee werde am Boden, auf dem See und im Luftraum eingesetzt und sich mit der französischen Armee koordinieren. Diese unterstützt ihrerseits die französischen Ordnungskräfte.

Die grössten Bedrohungen für den Gipfel gingen von Spionageaktivitäten, dem Einsatz von Cybermitteln, destabilisierenden Handlungen und gewalttätigem Extremismus aus, schreibt der Bundesrat. Ein G7-Gipfel fand bereits 2003 in Évian statt. Damals kam es zu Gewalt und Ausschreitungen.

Weil mehr als 2000 Armeeangehörige im Einsatz sein werden, muss von Gesetzes wegen das Parlament seine Einwilligung geben. Der finanzielle Aufwand für den Einsatz dürfte laut Bundesrat aus dem ordentlichen Budget des Verteidigungsdepartements finanziert werden können. Erfahrungsgemäss entstünden lediglich marginale Zusatzkosten.

Wegen des Gipfels in Évian gibt es zudem Einschränkungen im Luftraum, und zwar vom 10. bis zum 18. Juni. Betroffen ist das Gebiet rund um Évian, Lausanne und den Flughafen Genf. Beschränkungen gelten für den Sichtflugverkehr sowie den nichtkommerziellen Instrumentenflugverkehr.

Kommentare

User #5022 (nicht angemeldet)

Bringt Macron seinen neuen atomgetriebenen Flugzeugträger auf den Genfersee. Würde mich schon viel sicherer fühlen. Ist noch nicht fertig? Ohh schade.

User #4657 (nicht angemeldet)

Fake News? Was wollen wir nun plötzlich in Drittstaaten nicht aber mit der Nato zusammen arbeiten. Oder entsenden wir schon bald Soldaten in die Ukraine? Dort wären diese notwendiger.

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