AfD

    Linke und AfD nach Querdenker-Protesten gegen Demonstrationsverbot

    AFP
    AFP

    Deutschland,

    Trotz der Ausschreitungen bei den Querdenker-Protesten in Berlin hat sich die Linksfraktion im Bundestag gegen Demonstrationsverbote und eine Beobachtung der Gruppe durch den Verfassungsschutz ausgesprochen.

    Querdenker
    Plakat bei Demonstration in Berlin. (Archivbild) - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Grüne und Union unterstützen Verbot und Beobachtung durch den Verfassungsschutz.

    «Anstatt vorab Demonstrationen zu verbieten, sollte die Polizei sicherstellen, dass sie in der Lage ist, Journalisten, Passanten und auch Gegendemonstranten vor gewaltsamen Übergriffen» zu schützen, sagte die innenpolitische Sprecherin der Linken, Ulla Jelpke, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Dienstagsausgaben). Die Versammlungsfreiheit sollte nur eingeschränkt werden, wenn massive Gewalt zu erwarten sei.

    Auch eine verstärkte Beobachtung der Szene durch den Verfassungsschutz lehnte Jelpke ab. «Denn der Geheimdienst hat sich bereits in der Vergangenheit als ebenso unfähig wie unwillig gezeigt, einer Bedrohung aus solchen Kreisen adäquat zu begegnen», sagte sie dem RND. Obwohl weite Teile der Querdenker-Szene «ideologisch eindeutig rechts stehen», weigere sich der Verfassungsschutz, die Bewegung als rechtsextrem einzustufen. Die eigens für die Szene geschaffene Kategorie «Delegitimierung des Staates» bezeichnete Jelpke als «eine Gummikategorie».

    Auch die AfD kritisierte sowohl das Berliner Demonstrationsverbot als auch die Beobachtung durch den Verfassungsschutz. «Eine Beobachtung einer diffusen 'Szene' kann nicht mit blosser Regierungskritik begründet werden oder gar pauschal erfolgen», sagte der AfD-Innenpolitiker Gottfried Curio dem RND. Die Demonstrationsfreiheit dürfe «nicht nach Gutsherrenart nach Regierungsnähe abgewogen» werden, kritisierte er.

    Die Grünen und die Union unterstützen hingegen beide Massnahmen gegen die Querdenker. «Die unsäglichen Vorgänge am Wochenende in Berlin zeigen: Es ist richtig und wichtig, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz Teile der Querdenker-Szene seit April bundesweit genau beobachtet», sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Matthias Middelberg. Bei der für Sonntag geplanten Corona-Demonstration seien «Leben und Gesundheit zahlreicher Menschen unmittelbar gefährdet worden», womit «gewichtige Gründe für ein Verbot» der Veranstaltung bestanden hätten.

    Die Grünen forderten zudem eine bessere Analyse der Gruppe, insbesondere mit Blick auf eine Vernetzung ins rechtsextreme und verschwörungsideologische Spektrum. "Die chaotischen Szenen und massiven Übergriffe gegen Presse und Polizei sind nicht den von Gerichten bestätigten Demonstrationsverboten geschuldet", sagte die innenpolitische Sprecherin Irene Mihalic. "Durch besseres Monitoring in der Querdenker-Szene seien "verbesserte Einsatzkonzepte auch bei nicht genehmigten Versammlungen möglich".

    Am Sonntag hatten mehrere tausend Menschen in Berlin trotz gerichtlichen Verbots gegen die Corona-Eindämmungsmassnahmen demonstriert. Dabei gab es auch Angriffe auf Einsatzkräfte und den Funktionär einer Journalistengewerkschaft. Laut Polizei wurden mehrere hundert Menschen festgenommen.

    Kommentare

    Weiterlesen

    gg
    81 Interaktionen
    Welt-Neuheit
    KI
    309 Interaktionen
    Gefahr

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    306 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Baltic
    Swiss-Partner
    Bukarest
    1 Interaktionen
    Basel

    MEHR AFD

    122 Interaktionen
    Neue Umfrage
    afd Hape Kerkeling
    71 Interaktionen
    Anhörung
    Schulen AfD Sachsen Anhalt
    71 Interaktionen
    Ende der Inklusion
    AfD Hans-Georg Maassen
    37 Interaktionen
    Antrag

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Amira Aly Babybauch
    An Babyparty
    Börse Dax
    Unsicherheit
    Friedrich Merz
    5 Interaktionen
    Deutschland
    Wegwerf-Agenten
    4 Interaktionen
    Deutschland