Zweimal wäre er beinahe eingenickt, doch beim Contemporary von zwei Herren zückt Wertungsrichter Joachim Llambi die Kelle mit der höchsten Punktzahl. Für einen Sportmoderator endet der «Let's Dance»-Abend hingegen mit einer deutlich weniger guten Nachricht.
Nicolas Puschmann und Profitänzer Vadim Garbuzov (l) überzeugten die Jury bei "Let's Dance". Foto: Joshua Sammer/Getty Images Europe-Pool/dpa
Nicolas Puschmann und Profitänzer Vadim Garbuzov (l) überzeugten die Jury bei "Let's Dance". Foto: Joshua Sammer/Getty Images Europe-Pool/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • «Let's Dance» geht ohne Formel-1-Reporter Kai Ebel weiter.

Als vierter Promi flog der 56-Jährige aus der RTL-Tanzshow. Nach dem Zuschauervoting und nur zehn Punkten der Jury tanzen er und Profitänzerin Kathrin Menzinger nach der Osterpause nicht mehr um den Titel in der 14. Staffel.

Ebel selbst hatte das Tanzen mit einer Nahtoderfahrung verglichen. Nach dem Slowfox, den Ebel und Menzinger am Freitagabend zeigten, sagte Wertungsrichter Joachim Llambi: «Im Grunde war es eine Mischung aus "Hobbythek" mit Jean Pütz und "Dinner for One" mit James.» Nur einen Slowfox habe er nicht gesehen.

3,90 Millionen Zuschauer verfolgten die Sendung, der Marktanteil betrug 15,2 Prozent. «Ich hoffe, ihr hattet ein bisschen Spass mit uns», sagte Ebel anschliessend laut Video auf der «Let's dance»-Seite bei Instagram. Bei seiner Tanzpartnerin Menzinger bedankte er sich, dass sie ihm tanzen und viel Disziplin beigebracht habe. Die Profitänzerin entgegnete, sie wisse, wie schwer er sich jede Woche getan habe.

Als bestes Tanzpaar wählte die Jury Ex-«Prince Charming» Nicolas Puschmann (29), der mit Vadim Garbuzov einen Contemporary - also einen recht freien, zeitgenössischen Tanz - zeigte. Als einziges Duo an diesem Abend bekamen die beiden, die als erstes Herrenpaar in der deutschen «Let's Dance»-Geschichte auftreten, die Höchstpunktzahl 30. Alles andere wäre eine «Frechheit» gewesen, sagte Llambi.

Kritischer war er bei Schauspieler Erol Sander (52), der mit Marta Arndt eine Rumba zeigte. «Es war so'n bisschen der Steh-Erol», kritisierte Llambi. Er habe zwischendurch das Gefühl gehabt, ein Nickerchen machen zu können. Ähnlich ging es Llambi nach eigenem Bekunden beim Tango von Ballermann-Ikone Mickie Krause (50) und Malika Dzumaev. Es habe gewirkt wie Valium auf dem Parkett, sagte er.

Die Juroren Llambi, Motsi Mabuse und Jorge González gaben Sander und Arndt 14 Punkte, Krause und Dzumaev bekamen 11. Noch schlechter schnitten neben Ebel und Menzinger nur noch der ehemalige «Tagesschau»-Chefsprecher Jan Hofer (69) und Profitänzerin Christina Luft ab. Sie erzielten mit ihrer Samba ebenfalls nur 10 Punkte. «Ich muss wirklich sagen, Christina hat alles gegeben», beteuerte Hofer nach dem Tanz. Llambi sagte, er habe sich mehr Agilität gewünscht.

Deutlich besser aus Sicht der Jury waren neben dem Herrenpaar Schauspielerin Valentina Pahde (26) und Valentin Lusin mit der Salsa (27 Punkte), Fussballer Rúrik Gíslason (33) und Renata Lusin mit einem Tango (26 Punkte) sowie Sängerin Ilse DeLange (43) und Evgeny Vinokurov mit einem Charleston (26 Punkte). Bei Pahde lobte Mabuse die Eleganz, bei DeLange, dass sie ihr Potenzial gezeigt habe. Gíslason hatte sich nach der vollen Punktzahl in der Vorwoche selbst unter Druck gesetzt. «Das war eine harte Woche», sagte er.

Beim alljährlichen «Boys vs. Girls Special» gewannen die Damen mit neun Punkten. Den Herren gab die Jury drei Punkte weniger. In diesem Jahr mussten Männer und Frauen abwechselnd zum selben Medley tanzen.

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