Einer aktuellen Studie zufolge ist derzeit weniger der Wandel des Klimas Ursache für das Insektensterben. Es gibt andere Gründe dafür.
Eine Hummel sammelt Pollen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB
Eine Hummel sammelt Pollen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Menschliche Eingriffe in die Natur sind einer Studie zufolge bislang stärker für das Insektensterben verantwortlich, als eine Erwärmung infolge des Klimawandels.

Höhere Temperaturen könnten sich sogar positiv auf die Menge der Insekten und die Anzahl der Arten auswirken, heisst es in der Untersuchung der Universität Würzburg, die am Dienstag im Journal «Nature Communications» veröffentlicht wurde. Allerdings gelte das nur bis zu einer gewissen Temperaturgrenze, die aber hierzulande noch nicht erreicht sei. Gründe für den Rückgang sind laut Studie vielmehr Faktoren wie die Versiegelung von Böden oder eine intensive Landwirtschaft.

Die Wissenschaftler hatten im Frühjahr 2019 an 179 Orten in Bayern Netzfallen aufgestellt, vom Tiefland bis in die Berge, in Wäldern, auf Wiesen und Feldern, in naturnahen Gebieten und in Siedlungen. Eine ganze Vegetationsperiode lang seien die Fallen alle 14 Tage geleert worden. Anschliessend bestimmten Forscher die Biomasse, also das Gewicht der gefangenen Insekten, das als Massstab für die Menge gilt, die in einem Gebiet vorkommen. Zudem habe man mit Hilfe von DNA-Analysen die Arten identifiziert.

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