Tech-Aktien brechen weltweit ein: KI-Boom unter Druck
Tech-Aktien brechen weltweit ein: Chipverluste belasten die Börsen und sorgen für eine Korrektur bei KI-Werten.

Die internationalen Börsen stehen wegen deutlicher Verluste bei Tech-Aktien unter Druck. Besonders Halbleiterunternehmen, die lange vom Boom rund um künstliche Intelligenz profitierten, verlieren an Wert.
Der Ausverkauf begann bei Chipwerten und erfasste anschliessend wichtige Aktienmärkte weltweit. Der Halbleiterindex Philadelphia Semiconductor verlor 4,3 Prozent, schreibt die «Bild».
Auch positive Unternehmensnachrichten konnten die Anleger nicht beruhigen. Der Chipkonzern TSMC steigerte seinen Quartalsgewinn deutlich, trotzdem gaben die in den USA gehandelten Aktien nach.
Chipwerte ziehen Börsen nach unten
Die Bedeutung der Halbleiterbranche für die Finanzmärkte ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Der «Bild» zufolge machen Chipunternehmen inzwischen mehr als 20 Prozent des S&P 500 aus.
An der Wall Street gerieten vor allem Technologieaktien unter Druck. Der Nasdaq verlor laut der «Tagesschau» 1,5 Prozent, während der S&P 500 ebenfalls nachgab.
Auch die asiatischen Börsen reagierten auf die schwachen Vorgaben aus den USA. Der japanische Nikkei verlor zeitweise mehr als fünf Prozent, während weitere Technologiewerte deutlich nachgaben.
DAX unter Druck: Anleger sorgen sich um Tech-Korrektur
Der deutsche Aktienmarkt blieb von der internationalen Schwäche nicht verschont. Der DAX fiel um 0,71 Prozent auf 24'739 Punkte und steuert auf einen Wochenverlust zu, wie das «Manager Magazin» berichtet.
Experten sehen mehrere Gründe für die aktuelle Korrektur bei Tech-Aktien. Marktanalyst Stephen Innes verwies der «Tagesschau» zufolge auf Gewinnmitnahmen und Verkäufe bei gehebelten KI-Investments.
Auch Jochen Stanzl von der Consorsbank beobachtet laut der «Tagesschau» eine zunehmende Sorge unter Anlegern. Demnach könnten Verkäufe bei Technologieaktien weitere Bereiche des Marktes belasten.
Deutsche Tech-Werte unter Druck – SMA Solar mit Rückenwind
In Deutschland traf die Schwäche vor allem Unternehmen aus der Halbleiterbranche. Wie das «Manager Magazin» berichtet verloren Infineon, Siltronic sowie mehrere Zulieferer für die Chipindustrie deutlich.
Auch Siemens Energy und Hochtief gerieten unter Druck. Beide Unternehmen gelten als indirekte KI-Profiteure, da Rechenzentren einen steigenden Energiebedarf verursachen.

Trotz der breiten Verluste konnten einige Unternehmen zulegen. SMA Solar hob der «Tagesschau» zufolge nach einem erfolgreichen Quartal seine Prognose für das laufende Jahr an.
Einzelne Aktien halten sich trotz Tech-Abverkauf stabil
Der Wechselrichterhersteller überzeugte Anleger mit seinen Zahlen und legte deutlich zu. Auch Softwarewerte wie SAP konnten sich teilweise gegen den schwachen Branchentrend behaupten.
An den US-Märkten blieb die Stimmung jedoch angespannt. Laut dem «Manager Magazin» gerieten auch Aktien von Netflix unter Druck, nachdem Anleger hohe Bewertungen kritischer betrachteten.
Zusätzlich beeinflussen geopolitische Entwicklungen die Märkte. Die Ölpreise stiegen wegen neuer Spannungen im Nahen Osten und verstärkten damit die Unsicherheit an den Börsen.












