Keine Streikpause zu Weihnachten in Frankreich

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    Frankreich,

    Auch über die Feiertage werden in Frankreich zwei grosse Verkehrsbetriebe bestreikt. Viele Bahnreisende müssen improvisieren.

    Reisende am Gare de Lyon, der während einer Demonstration der streikenden Eisenbahner von Polizisten bewacht wird. Foto: Francois Mori/AP/dpa
    Reisende am Gare de Lyon, der während einer Demonstration der streikenden Eisenbahner von Polizisten bewacht wird. Foto: Francois Mori/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach knapp drei Streikwochen gegen die Rentenreform zeichnet sich in Frankreich keine grundlegende Entspannung ab.

    Der Zugverkehr war am Heiligabend wieder massiv gestört, wie die staatliche Bahngesellschaft SNCF mitteilte.

    Auch Fernverbindungen von und nach Deutschland waren betroffen. In Paris fuhren mehrere Metrolinien nicht. Eine Streikpause, wie von Staatschef Emmanuel Macron angeregt, gab es nicht.

    Der Ausstand kommt die SNCF teuer zu stehen. Es gebe bisher eine Umsatzeinbusse von rund 400 Millionen Euro, das sei «eine beachtliche Summe», sagte SNCF-Chef Jean-Pierre Farandou der Online-Ausgabe der französischen Tageszeitung «Le Monde». Dank Mitarbeitern, die wieder zur Arbeit gingen, könnte es am nächsten Wochenende besser aussehen.

    Er hoffe auf eine weitere Verbesserung für die Bahnreisenden Anfang Januar, sagte der SNCF-Chef. Am Vorweihnachtswochenende habe die Bahn immerhin 800.000 Fahrgäste befördert. Heiligabend verkehrten im Schnitt nur zwei Fünftel der Hochgeschwindigkeitszüge TGV. Im Bahnverkehr nach Deutschland war ein Zug von sonst drei üblichen unterwegs, wie die SNCF mitteilte.

    Rasche Verhandlungen zur Lösung des Dauerkonflikts, der insbesondere in Paris Einzelhandel und Tourismus lähmt, sind nicht in Sicht. Eine erste Runde der Mitte-Regierung mit den Sozialpartnern soll es am 7. Januar geben. Die Regierung will die Zersplitterung in 42 verschiedene Einzelsysteme beenden und ein Renten-Einheitssystem schaffen. Die Franzosen sollen auch dazu angehalten werden, länger zu arbeiten.

    Die Proteste hatten Anfang des Monats begonnen. Im Land werden laut Medien Raffinerien bestreikt, die Versorgung von Tankstellen sei aber bisher gewährleistet.

    Auf der Mittelmeerinsel Korsika blieb der Flughafen von Ajaccio weiter wegen Überflutung gesperrt. Fluggäste mussten über den Airport Bastia im Norden der Ferieninsel reisen. Auf Korsika hatte es am Wochenende stark geregnet.

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