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    Johnny Depp stellt «Minamata» auf der Berlinale vor

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    Deutschland,

    Ein Besucher aus Hollywood erinnert an die Kraft des Kinos, in einem Psychothriller hört eine Synchronsprecherin komische Geräusche - nach der verhaltenen Eröffnung geht die Berlinale in den Festivalmodus.

    Schauspieler Johnny Depp in Berlin. Foto: Michael Kappeler/dpa
    Schauspieler Johnny Depp in Berlin. Foto: Michael Kappeler/dpa - dpa-infocom GmbH

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    • Ein Kampf für das Kino - Hollywoodstar Johnny Depp (56) hat am ersten Tag der Berlinale die Kraft der bewegten Bilder beschworen, um gegen soziale und politische Missstände anzutreten.

    Sein neuer Film «Minamata» über die Massenvergiftung mit Quecksilber in einer japanischen Kleinstadt sei eine der wichtigsten Arbeiten seiner Karriere. «Das war eine Geschichte, die erzählt werden musste», sagte Depp («Fluch der Karibik») am Freitag bei der Vorstellung des von ihm mitproduzierten Films in der Reihe «Berlinale Special», also nicht im Wettbewerb.

    In seiner Rolle als Fotograf W. Eugene Smith (1918-1978) sei ihm deutlich geworden, welche Kraft das Kino haben kann, um Missstände darzustellen und vielleicht so «den Menschen die Augen zu öffnen».

    Der Film von Regisseur Andrew Levitas kreist um den Einsatz von Smith und seiner Frau Aileen für eine Fotoreportage über die Verklappung von Quecksilber nahe der Stadt Minamata seit den 1950er Jahren. Dadurch wurden etwa 20.000 Menschen teilweise schwer geschädigt, die Folgen dauern bis heute an. Dank Smiths Dokumentation konnten die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden, der Fotograf wurde bei einem Angriff des Werkschutzes dauerhaft verletzt.

    Er habe sich von Beginn an für den «Alptraum» der Menschen von Minamata interessiert und auch ihre Ohnmacht nachvollziehen können, sagte Depp. Smiths' Fotos gäben eine Ahnung vom Leiden der Menschen. «Für zwei Jahre war Minamata unsere Heimat», sagte Aileen Mioko Smith vor den Berlinale-Journalisten. «Eugene wäre über diesen Film sehr glücklich.»

    Die Internationalen Filmfestspiele Berlin waren am Donnerstagabend mit einer Gedenkminute für die Opfer der Gewalttat von Hanau eröffnet worden. Zum Auftakt der 70. Berlinale sprach sich die Festivalleitung für Toleranz, Respekt, Offenheit und Gastfreundschaft aus. «Wir sind in unseren Gedanken bei den Opfern, bei den Familien in Hanau», sagte Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek.

    Erster der 18 Wettbewerbsfilme am Freitag: der Psychothriller «The Intruder» («El prófugo»), der in das Rennen um den Goldenen Bären geht. Die argentinische Regisseurin Natalia Meta lässt sich dabei von einem Horrorroman inspirieren. Der Film handle von einem Mysterium, auch vom «Mysterium des weiblichen Begehrens», sagte sie in Berlin.

    Der Film handelt von einer Synchronsprecherin in Buenos Aires, auf deren Aufnahmen sich plötzlich merkwürdige andere Geräusche feststellen lassen. Nach und nach gerate sie in einen paranoiden Zustand, hiess es.

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