Auf der italienischen Insel Sizilien wurde eine Krankenschwester festgenommen. Sie täuschte über acht Corona-Impfungen vor.
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Eine Person wird gegen das Coronavirus geimpft. (Symbolbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf Sizilien wurden drei Menschen im Zusammenhang mit gefakten Impfungen festgenommen.
  • Darunter befindet sich auch eine Krankenschwester, die in einem Impfzentrum arbeitete.
  • Dort habe sie über acht Impfugnen gegen Corona vorgetäuscht.

Ermittler auf der italienischen Insel Sizilien wurden drei Menschen im Zusammenhang mit vorgetäuschten Corona-Impfungen festgenommen. Unter ihnen sei eine Krankenschwester, die in einem Impfzentrum gearbeitet habe und dort mehr als acht Impfungen gegen Covid-19 simuliert habe, teilte die Staatsanwaltschaft in Palermo am Dienstag mit.

Die Frau soll für die Fake-Immunisierung Geld genommen haben. Danach hätten die vermeintlich Geimpften das digitale Impfzertifikat erhalten, das in Italien unter anderem nötig ist, um zur Arbeit oder ins Kino gehen zu können oder auch um im Innenraum von Restaurants essen zu dürfen.

Polizist täuschte Impfung vor

Die Polizei hörte nach eigenen Angaben Telefongespräche ab und wertete Überwachungsvideos aus dem Impfzentrum aus. Auf den verpixelten Aufnahmen war zu sehen, wie eine Krankenschwester eine volle Spritze in ein Tuch leerte, sie dann in den Oberarm einer Person stach und wieder herauszog. Die Behörden ermitteln den Angaben zufolge auch gegen einen Polizisten, der sich auf diese Art habe «impfen» lassen. Seit dem 15. Dezember besteht auch für Mitarbeiter der Sicherheitskräfte eine Corona-Impfpflicht.

Medienberichten zufolge war unter den Festgenommenen auch ein Anführer der örtlichen Impfgegnerbewegung. Die Festgenommenen müssen sich wegen Urkundenfälschung, Korruption und Unterschlagung verantworten.

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