Die italienischen Gewerkschaften kritisieren die neusten Corona-Massnahmen. Gerade die Arbeitnehmer würden unter den neuen Regelungen unnötig leiden.
Italien
Italien will bei der Krise in Afghanistan helfen. - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Gewerkschaften befürchten ungerechte Einschränkungen durch die neuen Regelungen.
  • Seit Freitag braucht jeder in Italien ein Covid-Zeritfikat, oder -Test für Restaurants.
  • Davon würden die Arbeitnehmer erheblich eingeschränkt.

Gewerkschaften in Italien befürchten wegen neuer Corona-Regeln aus ihrer Sicht ungerechte Einschränkungen für Arbeitnehmer. Demnach ist auch für Kantinen ein Impf-Nachweis gegen Covid-19 oder ein Test nötig. Seit dem 6. August ist das für jeglichen Restaurantbetrieb für Tische in Innenräumen verpflichtend.

Die Kantinen in den Unternehmen hätten jedoch Plexiglas und würden regelmässig desinfiziert. Dies sagte der Chef des Gewerkschaftsbundes Cgil, Maurizio Landini, der Zeitung «La Repubblica» am Montag. «Das sind keine Restaurants, sondern ein Service für diejenigen, die arbeiten.»

Die Arbeitsplätze in Italien seien keine Infektionsherde

Landini zufolge kann die Regierung ihre Ziele nicht heimlich zum Nachteil der Arbeiter erreichen wollen. Der Gewerkschaftssekretär betonte gleichzeitig, dass die Arbeitnehmer aufgefordert seien, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Durch Schutzmasken und Desinfektionsmittel am Arbeitsplatz sowie Home Office seien die Arbeitsplätze jedoch sicher und keine Infektionsherde.

Wer seit vergangenem Freitag in Innenräumen eines Restaurants essen will, braucht die nötigen Unterlagen. Es muss eine Corona-Impfung, einen negativen Test oder eine Genesung von der Krankheit vorgewiesen werden können.

Unklar wer Strafe bezahlen muss

In Italien geht das auch mit einem digitalen Zertifikat, dem sogenannten Grünen Pass (Green Pass). Die täglichen Infektionszahlen sind seit Juli wieder gestiegen. Ein Kritikpunkt ist auch, wie die zuständigen Inhaber und Betreiber die Gültigkeit der Zertifikate kontrollieren sollen. Und wer bei einem Verstoss die drohende Strafe bezahlt.

Mehr zum Thema:

Regierung Strafe Grüne Coronavirus