Gesetz

    Italien führt Strafbestand des «Deepfakes» ein

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Italien,

    Italien verabschiedet als erstes EU-Land ein Gesetz gegen KI-generierte Fälschungen.

    deepfake skandal
    Ein Skandal um Deepfakes hat die EU-Gesetzgebung ins Rollen gebracht – KI-Anwendungen für sexualisierte Inhalte sollen künftig verboten sein. (Symbolbild) - depositphotos

    Der Senat in Rom hat ein Rahmengesetz zur Regelung der Künstlichen Intelligenz (KI) verabschiedet. Erstmals wird der Strafbestand des «Deepfake» eingeführt. Die Verbreitung von Bildern und Videos, die ohne Einwilligung der betroffenen Person mit KI erstellt wurden, wird unter Strafe gestellt.

    Die Strafe reicht von einem bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug. Italien ist damit das erste EU-Land, das einen nationalen Rechtsrahmen vorlegt, der mit dem EU-AI-Act abgestimmt ist.

    Es handelt sich um den ersten nationalen Rechtsrahmen in Europa, der die Entwicklung, Einführung und Steuerung von KI-Systemen im Einklang mit den verfassungsmässigen Grundrechten sowie in vollständiger Übereinstimmung mit dem europäischen AI Act regelt.

    Kampf gegen Gewalt an Frauen

    Das Gesetz basiert auf einer transparenten und sicheren Nutzung von KI, mit besonderem Augenmerk auf Innovation, Cybersicherheit, Zugänglichkeit und Schutz der Privatsphäre.

    «Das ist ein wichtiger und richtiger Schritt, wie auch von der EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen gefordert. Mit dem Aufkommen generativer KI-Techniken ist die Zahl gefälschter pornografischer Inhalte explodiert – ein Anstieg von plus 500 Prozent gemeldeter Fälle. In 99 Prozent der Fälle sind die Opfer Frauen», betonte die Südtiroler Senatorin Julia Unterberger (SVP).

    Vor dem Senat forderte Unterberger die Einführung einer digitalen Identität für Internetuser. «Es ist inakzeptabel, dass sogenannte Internet-Trolle oder 'Tastatur-Löwen' im völligen Anonymitätsschutz agieren», betonte Unterberger, Sprecherin der Autonomiegruppe im Senat. Jetzt ist die Reihe an der Abgeordnetenkammer.

    Regelung auch für Wirtschaft und Verteidigung

    Das am Mittwochabend verabschiedete Rahmengesetz legt u. a. die Prinzipien und Ziele für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz fest – auch in Wirtschafts- und Verteidigungsbereichen.

    Ausserdem wird die Regierung beauftragt, eine umfassende Regelung zur Nutzung von Daten, Algorithmen und mathematischen Methoden für das Training von KI-Systemen zu erarbeiten.

    «Das ist eine Entscheidung, die Innovation wieder in den Dienst des Gemeinwohls stellt und KI auf Wachstum, Rechte und den umfassenden Schutz der Bürger ausrichtet», erklärte Staatssekretär Alessio Butti nach der Verabschiedung des Gesetzes.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #5927 (nicht angemeldet)

    Glauben die wirklich mit ein paar Gesetzen lässt sich die Entwicklung aufhalten? Sehr naiv!

    User #1038 (nicht angemeldet)

    Was sagt Glarner dazu?

    Weiterlesen

    a
    106 Interaktionen
    «Mit Waffen in Hand»
    Lisa Mazzone
    1'837 Interaktionen
    Lisa Mazzone

    MEHR IN NEWS

    Wermatswil ZH
    Wermatswil ZH
    Wermatswil ZH
    afd
    9 Interaktionen
    Sitz weg
    Trotz seiner Blindheit ist Thomas Diethelm fast jedes Wochenende unterwegs. - Olivier Diethelm
    Trotz Blindheit

    MEHR GESETZ

    1 Interaktionen
    Bern
    De Meuron herrenlose Grundstücke
    21 Interaktionen
    Herrenlose Flächen
    13 Interaktionen
    Washington
    3 Interaktionen
    Neues Gesetz

    MEHR AUS ITALIEN

    venedig
    23 Interaktionen
    Wird noch teurer
    21 Interaktionen
    Rom/Moskau
    mailand vergewaltigt
    Mailand
    Michelle Hunziker
    Runder Geburi