Invasives Seegras bedroht spanische Strände

    Sina Barnert
    Sina Barnert

    Spanien,

    Südostasiatische Algen bedrohen die Artenvielfalt an südspanischen Stränden. Behörden sprechen gar von einer «Umweltkatastrophe».

    Algen Spanien
    Eine invasive Algenart aus Südostasien ist in Südspanien zur Plage geworden. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Südspanien kämpft man mit einer invasiven Algenart aus Südostasien.
    • Die Algen seien zu einer «Umweltkatastrophe» geworden, heisst es in Cádiz.
    • Forschende kritisieren, die Behörden hätten zu lange nichts unternommen.

    An der Südküste Spaniens kämpft man mit einer invasiven Algenart aus Südostasien.

    Das Seegras hat sich bereits so weit ausgebreitet, dass es heimische Pflanzenarten bereits verdrängt. Zudem hat es Auswirkungen auf den Tourismus und die Fischerei in der Region, wie die britische Zeitung «Guardian» berichtet.

    Auch die Entsorgung der Algen belastet die betroffenen Gebiete. Denn es entstehen Kosten, die der Steuerzahlende berappen muss.

    78 Tonnen Algen entsorgt – an einem Tag!

    Wie extrem sich die Alge ausbreitet, zeigt das Beispiel der Stadt Cádiz. Dort wurden seit Mai 1200 Tonnen der Alge vom beliebten Strand «La Caleta» entfernt.

    Allein 78 Tonnen mussten an einem Tag aufgesammelt werden. Ein zuständiger Beamter erklärt dazu gegenüber der Zeitung: «Wir sind völlig überfordert. Das ist eine Umweltkatastrophe.»

    Immer wenn der Wind von Westen komme, wisse man, dass eine weitere Algenwelle bevorstehe.

    Der Verdacht: Die Algen reisen in den Ballasttanks von Schiffen durch den Suezkanal. Und werden dann bei der Entladung der Tanks ins Mittelmeer geschwemmt.

    Behörden haben «zu langsam» reagiert

    Erkannt habe man das Problem bereits vor zehn Jahren. Das erklärt Juan José Vergara, Professor für Biologie an der Universität von Cádiz, gegenüber dem «Guardian». «Aber die Behörden reagieren immer zu langsam.»

    Stören dich Algen und Wasserpflanzen beim Baden?

    Denn schnelles Handeln hätte Schlimmeres vielleicht verhindern können, so Vergara: «In der ersten Phase einer solchen Invasion kann man sie kontrollieren. Es ist, als würde man Krebs frühzeitig erkennen, bevor er sich ausbreitet.»

    Doch mittlerweile habe sich die Algenplage so weit ausgebreitet, dass sie sich nicht mehr kontrollieren lasse. Zudem sei es laut Experten die schlimmste Ausbreitung einer invasiven Art, die es je gegeben habe.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #1174 (nicht angemeldet)

    Invasive Arten aus Afrika gefährden Europa ...

    Minimaus

    Es gab schon immer mal wieder und dann war wieder gut. Die Natur regelt das ohne Mensch, das hat nicht mit Klimakatastrophe zu tun, nur mit Natur. Es gibt Jahre da hat es so viele Qualen das man nicht Baden, kann, andere gar keine. Das Meer gehört nicht dem Mensch. Weniger einmischen und alles kommt gut. Hier Regnet es den ganzen Sommer, die Natur braucht das Wasser, also auch selber geregelt. Vulkane brechen viele aus, die Natur braucht Co2, was alle wegnehmen wollen. Da ist der Mensch nebensache

    Weiterlesen

    Algenblüte
    Krisensitzung
    Braunalgen
    93 Interaktionen
    Es stinkt
    blaualgen
    60 Interaktionen
    «Kein Wasser trinken»

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    70 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    9 Interaktionen
    Preisexplosion
    Flydubai
    6 Interaktionen
    Flydubai-Drama

    MEHR AUS SPANIEN

    Vergleich
    42 Interaktionen
    Grosse Ähnlichkeit
    madrid wohnungsnot
    45 Interaktionen
    Madrid
    Mallorca
    311 Interaktionen
    Sonne hilft!
    9 Interaktionen
    Madrid