Saastal im Wallis von Aussenwelt abgeschnitten

In der Schweiz herrscht stürmisches und in höheren Lagen schneereiches Wetter. Die Lawinengefahr ist hoch. Das Neuste dazu liest du im Ticker von Nau.ch.

Saas-Fee
Das Walliser Saastal ist seit heute, 20 Uhr, komplett von der Aussenwelt abgeschnitten. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Wind, Regen und Schnee prägen den Wochenbeginn in vielen Regionen.
  • In den Alpen fällt bis Mittwoch nochmals viel Neuschnee.
  • Die Lawinenwarnstufe hat sich in den Alpen auf die zweithöchste Stufe erhöht.

In der neuen Woche erwartet die Schweiz ein wechselhaftes und teils stürmisches Wetter.

Eine Warmfront brachte in der Nacht auf Montag verbreitet Niederschläge.

Dazu zieht ein Tief nördlich der Schweiz durch und sorgt bis Dienstag für kräftigen Wind und feuchte Luft am Alpenraum.

Das Neuste zum stürmischen Winterwetter liest du im Ticker von Nau.ch:

Saastal ist von der Umwelt abgeschnitten

20.15: Das Saastal im Wallis ist seit heute 20 Uhr komplett von der Aussenwelt abgeschnitten. Gemäss einer Mitteilung von «Saastal Tourismus» bleibt die Kantonsstrasse zwischen Saas-Balen und Stalden bis auf Weiteres gesperrt.

Die Strassensperrung betrifft alle Dörfer ab Saas-Balen. Auch Saas-Fee dürfte deshalb bis auf Weiteres nicht erreichbar sein.

Lawinengefahr
Mehrere Schweizer Dörfer sind derzeit wegen der hohen Lawinengefahr von der Aussenwelt abgeschnitten. - keystone

Besonders gefährlich sei die Kombination aus viel Neuschnee und starkem Wind, heisst es bei «Schweiz Aktuell». Auch in den kommenden Stunden dürfte die Lage angespannt bleiben.

Mann stirbt in Davos in Lawine

12.15: Am Sonntagnachmittag löste sich im Gebiet Parsenn in Davos eine Lawine. Zeitgleich waren zwei Personen abseits der Piste unterwegs.

Ein Video der Seite «Polizeiticker.ch» zeigt zu diesem Abgang dramatische Rettungsszenen. Menschen graben dort in der Lawine nach Verschütteten.

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In Davos kam es am Sonntag zu einem Lawinenunglück mit einem Todesopfer. - facebook / @polizeiticker.ch

Nun bestätigt die Kantonspolizei Graubünden: Ein 38-jähriger Snowboarder wurde beim Lawinenabgang verschüttet. Sein Begleiter informierte umgehend die Rettungskräfte, welche zu einer Suche ausrückten.

Der verschüttete Schweizer konnte jedoch nur noch tot geborgen werden.

Walliser Dorf wird evakuiert

10.17: Wegen der starken Windböen und der grossen Lawinengefahr muss das Dorf La Fouly im Kanton Wallis evakuiert werden.

La Fouly
Bereits 2021 musste La Fouly wegen grosser Lawinengefahr evakuiert werden. - keystone

Ebenfalls betroffen sind das Dorf Ferret, sowie die Weiler Clou und Les Granges. Insgesamt sind es rund 50 Bewohnende, die ihre Häuser verlassen mussten. Sie seien bereits am Vortag informiert worden, so der Gemeindepräsident.

Auch der Zugang zur Langlaufloipe und zum Schneeschuhwanderweg ist verboten, schreibt die Kantonspolizei Wallis.

Evakuierung Wallis
Die Häuser in der roten und blauen Zone müssen wegen starken Winden und der grossen Lawinengefahr evakuiert werden. - Kantonspolizei Wallis

Die Evakuation gilt ab 11 Uhr des heutigen Montags und bleibt bis auf weiteres, aber sicher bis Mittwochmorgen bestehen.

Es handle sich jedoch nur um eine präventive Massnahme, erklärte der Gemeindepräsident.

Zug wegen Lawine entgleist

08.18: In Goppenstein VS ist am Montagmorgen ein BLS-Zug wegen einem Lawinenniedergang entgleist. Zur Zeit des Unglücks sassen rund 80 Personen im Zug. 30 konnten inzwischen evakuiert werden.

Lawine Goppenstein
In Goppenstein VS (im Bild der Autoverlad durch den Lötschberg) hat eine Lawine für eine Zugentgleisung gesorgt. - BLS

Ein Einsatz der Rettungsdienste läuft. Die Kantonspolizei Wallis rechnet mit verletzten Personen.

«Es sind zahlreiche spontane mittlere und grosse Lawinen zu erwarten»

08.02: Im Zuge der starken Schneefälle hat das Schweizer Lawinenbulletin die Lawinenwarnung angehoben. Neu liegt diese auf der zweithöchsten Stufe.

Das bedeutet, dass Lawinen leicht ausgelöst werden oder spontan abgehen können. Zudem können bei einer Lawine auch tiefere Schichten der Schneedecke mitgerissen werden.

Lawinenwarnung
Das Schweizer Lawinenbulletin hat die Lawinenwarnstufe auf die Stufe 4 von 5 erhöht. - Lawinenbulletin

«Es sind zahlreiche spontane mittlere und grosse Lawinen zu erwarten», heisst es in der Warnung. «Vereinzelt sind aber auch sehr grosse Lawinen möglich.»

Die Lawinengefahr werde im Tagesverlauf wegen des starken Schneefalls wohl noch zunehmen, so die Warnung des Lawinenbulletins. Abseits der gesicherten Pisten seien «die Verhältnisse kritisch».

Es schneit weiter

07.16: Auch am Dienstag und Mittwoch bleibt das Wetter unbeständig. Es ist wechselnd bewölkt mit zeitweiligem Regen oder Schnee. Besonders in den Alpen schneit es weiter, in hohen Lagen erneut mit 20 bis 50 Zentimetern Neuschnee.

Schnee
Auch in den nächsten Tagen soll es in den Alpen kräftig weiterschneien. - keystone

Die Schneefallgrenze liegt am Dienstag um 700 Meter. Am Mittwoch kann es vor allem in der Ostschweiz nochmals bis ins Flachland schneien.

Dazu bleibt es am Dienstag windig, in erhöhten Lagen weiterhin mit Sturmböen. Die Höchstwerte liegen im Flachland meist zwischen 5 und 9 Grad.

Am Montag: Bis zu 60 Zentimeter Neuschnee in den Alpen

06.33: Im Laufe des Montags pendelt sich die Schneefallgrenze laut «SRF Meteo» zwischen 700 und 1000 Metern ein. Die Temperaturen sinken auf 0 bis 3 Grad.

Tagsüber zeigt sich der Himmel wechselnd bewölkt, immer wieder gehen Schauer nieder. Gleichzeitig frischt der Wind deutlich auf. Im Flachland sind Böen zwischen 50 und 80 km/h möglich, auf dem Jura sogar bis zu 120 km/h. Dort werden zudem 10 bis lokal 30 Zentimeter Neuschnee erwartet.

Freust du dich auf den Frühling?

In den Alpen fällt am Montag zeitweise anhaltend Schnee oder Regen. Oberhalb von rund 700 bis 1000 Metern kommen bis am Abend verbreitet 20 bis 60 Zentimeter Neuschnee zusammen.

In höheren Lagen sind Sturm- bis Orkanböen möglich. Die Höchstwerte liegen demnach zwischen 5 bis 8 Grad, während die Temperaturen auf 2000 Metern um -3 Grad liegen.

Kommentare

User #828 (nicht angemeldet)

Mist! Schon wieder glaubt mir niemand das Klimaerwärmung herrscht ;-).

User #2036 (nicht angemeldet)

Die Klimakleber sind zum Glück an die Wärme geflogen.

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