Kreml

    Ukraine-Verhandlungen starten am Dienstag in Genf

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA, Nicolas Eggen

    Genève,

    Die nächste Verhandlungsrunde zum Ukraine-Krieg zwischen Moskau, Kiew und Washington wird am kommenden Dienstag und Mittwoch in Genf stattfinden.

    Genf
    Genf war Gastgeber der Verhandlungen zum Krieg in der Ukraine. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am Dienstag und Mittwoch finden in Genf Ukraine-Verhandlungen statt.
    • Dies teilte der Kreml am Freitag mit.
    • Die Schweiz steht mit allen Parteien in Kontakt.

    Dies teilten sowohl der Kreml als auch der ukrainische Chefunterhändler und das Schweizer Aussendepartement mit.

    Die offizielle Schweiz bestätigte die Gespräche am Freitagnachmittag: Die Schweiz werde «als Gaststaat nächste Woche in Genf trilaterale Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den Vereinigten Staaten ausrichten, die für Dienstag und Mittwoch geplant sind», teilte der Kommunikationschef des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Anfrage von Keystone-SDA mit.

    Die Schweiz unterstütze jede diplomatische Initiative, die auf einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine abziele. Das Aussendepartement biete kontinuierlich seine guten Dienste an, um einen Weg zum Frieden zu finden. Dieses Angebot sei bei den Gesprächen letzte Woche in Kiew und Moskau erneut bekräftigt worden.

    Medinski leitet russische Delegation

    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte der Nachrichtenagentur Ria Nowosti zuvor gesagt, «die nächste Verhandlungsrunde (...) findet am 17. und 18. Februar in Genf statt, ebenfalls im Dreierformat zwischen Russland, den Vereinigten Staaten und der Ukraine».

    Er präzisierte, dass der Unterhändler und Berater des russischen Präsidenten, Wladimir Medinski, der bereits an mehreren Verhandlungsrunden zwischen der Ukraine und Russland teilgenommen hat, die Moskauer Delegation in Genf leiten werde.

    Ukraine: Ziel bleibt dauerhafter Frieden

    Auf diese Ankündigung angesprochen, bestätigte auch der Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Dmytro Lytwyn, dass sich die Delegation aus Kiew auf diese Gespräche in der Schweiz «vorbereite». Kurz vor 14 Uhr Schweizer Zeit bestätigte dann auch der ukrainische Chefunterhändler Umjerow, dass die Gespräche in Genf stattfinden sollen. «Die ukrainische Delegation hat bereits mit den Vorbereitungen für dieses Treffen begonnen», gab er auf der Online-Plattform X bekannt.

    Glaubst du an ein baldiges Ende im Ukraine-Krieg?

    Der Präsident der Ukraine habe die vorläufige Zusammensetzung der Verhandlungsgruppe festgelegt, so Umjerow weiter. «Neben mir werden der Delegation folgende Personen angehören: Kyrylo Budanow, Andrij Hnatow, Dawyd Arachamija, Serhij Kyslyzja und Wadim Skybyzki.» Das Team sei «unter Berücksichtigung der militärischen, politischen und sicherheitspolitischen Komponenten des Prozesses» zusammengestellt worden.

    Man werde im Rahmen der vom ukrainischen Präsidenten festgelegten Vorgaben an substanziellen Entscheidungen arbeiten. Das Ziel bleibe unverändert: ein nachhaltiger und dauerhafter Frieden. «Wir bereiten uns auf eine ernsthafte und verantwortungsvolle Arbeit vor», so Umjerow.

    Letzte Gesprächsrunde in Abu Dhabi

    Zuletzt hatten die Ukraine und Russland Anfang Februar in den Vereinigten Arabischen Emiraten direkt miteinander verhandelt. Wie auch bei der ersten Runde im Januar waren die USA als Vermittler dabei. Konkrete Ergebnisse der Gespräche wurden nicht präsentiert, die Beteiligten nannten das Treffen anschliessend aber konstruktiv.

    Der russische Präsident Wladimir Putin hatte für diese Gespräche in Abu Dhabi den Leiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostjukow, und andere Militärs entsandt. Der ukrainische Präsident Selenskyj hatte nach den Verhandlungen gesagt, dass die USA ein neues Treffen in Miami vorgeschlagen hätten. Kiew habe zugesagt. Moskau warf er zuletzt mehrfach vor, zu zögern.

    Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit knapp vier Jahren gegen einen von Putin befohlenen russischen Überfall.

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    Kommentare

    User #2462 (nicht angemeldet)

    1'000'000 Verhandlungen, Gespräche, Treffen, Diskussionen und keine Lösung in Sicht, dafür 1'000'000 Todesopfer. It's a wonderful world.

    User #2618 (nicht angemeldet)

    Bla Bla machen alle Politiker! Wir möchten Frieden. Leider lassen es weder Putin noch Trump zu. Auch Trump ist ein Agressor.

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