Laut Aktivistin Greta Thunberg wird die Klimakrise noch immer ignoriert. Es werde zu wenig gegen die globale Erderwärmung getan.
Klimaaktivistin Greta Thunberg
Die Klimaaktivistin Greta Thunberg spricht auf einer Pressekonferenz zu den Medienvertretern. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor drei Jahren begann die Bewegung Fridays for Future.
  • Aktivistin Greta Thunberg zieht eine ernüchternde Bilanz.

Exakt drei Jahre nach ihrem ersten Klimastreik vor dem Parlament in Stockholm hat die schwedische Aktivistin Greta Thunberg eine ernüchternde Bilanz der bisherigen internationalen Klimaschutzbemühungen gezogen.

«Wir ignorieren die Klimakrise immer noch», sagte Thunberg heute Freitag der Nachrichtenagentur DPA. Zwar gebe es insgesamt mehr globale Aufmerksamkeit für das Thema als noch vor drei Jahren. Aber noch immer behandelten die politischen Entscheidungsträger den Klimawandel nicht als Krise und unternähmen nicht genug gegen die globale Erderwärmung, erklärte die mittlerweile 18-jährige Aktivistin.

Wenig Rückhalt sei «normal»

Das gelte für alle Staaten gleichermassen, auch für Deutschland und ihr Heimatland Schweden. «Politiker sagen, dass sie nicht den Rückhalt für das haben, was nötig wäre, um das Klima zu retten. Aber das ist doch normal: Wie sollen sie unterstützt werden, wenn die Menschen nicht wissen, was gerade passiert?»

Thunberg hatte sich am Freitagvormittag vor dem Stockholmer Parlament mit der deutschen Fridays-For-Future-Aktivistin Luisa Neubauer getroffen. Gemeinsam mit weiteren Aktivisten setzte die Gruppe ein Zeichen für mehr globalen Klimaschutz und für ein politisches Umsteuern.

Aufgrund sehr strenger Corona-Auflagen konnten nach Angaben von Fridays for Future lediglich 30 Personen vor dem Parlament demonstrieren. Die Organisation war im Jahr 2018 nach den ersten Protesten der Schwedin Thunberg entstanden und hat sich mittlerweile weltweit etabliert.

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