Greenpeace: Die Notwendigkeit des Klimaschutzes

    Tamara Britt
    Tamara Britt

    Niederlande,

    Im Kampf gegen die Klimakrise spielen die Weltmeere eine essenzielle Rolle. Greenpeace setzt sich seit Jahrzehnten für den Schutz der Gewässer ein.

    Greenpeace -Aktion
    Der Schriftzug «Echter Schutz für unsere Meere» wird vom Greenpeace-Schiff «Beluga II» auf einen Kreidefelsen der Ostseeinsel Rügen projiziert. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Weltmeere kühlen den Planeten und sind Zuhause für zahlreiche Lebewesen.
    • Greenpeace verlangt, bis 2030 30 Prozent der Meere zu schützen.

    Die Meere sind in Gefahr, und somit auch zahlreiche Lebensräume, Artenvielfalt und die Zukunft der Menschen. Die Arbeit zum Schutz der Meere ist deshalb laut der Umwelt-Organisation Greenpeace unerlässlich.

    Aufgabe der Meere im Kampf gegen Klimakrise

    Die Hauptaufgabe der Ozeane im Kampf gegen den Klimawandel ist die Kühlung des Planeten. Diese wichtige Aufgabe wird nun aber von den Menschen bedroht – durch Rohstoffabbau, Überfischung oder gefährliche Müllstrudel aus Plastik.

    Greenpeace EU Klimaschutz
    Greenpeace drängt EU zu mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz. - dpa/AFP/Archiv

    Zudem sind die Meere Zuhause für unzählige Lebewesen. Fast die Hälfte der Erdoberfläche besteht aus Wasser. Ein Lebensraum, den es laut Greenpeace zu retten gilt.

    Greenpeace stellt ambitionierte Forderungen

    Meereswissenschaftler stellen zusammen mit Greenpeace Forderungen auf, die viel und vor allem schnelle Arbeit voraussetzen. Bis zum Jahr 2030 sollen 30 Prozent der Meere geschützt werden. Bisher ist es aber lediglich ein Prozent.

    Dieses ehrgeizige Ziel soll mithilfe von grossflächigen Netzwerken auf hoher See realisiert werden. In diesen Naturschutzgebieten soll es teilweise erlaubt sein, Wirtschaft zu betreiben. Allerdings nur, solange keine menschlichen Eingriffe stattfinden.

    Meeresschutzgebiete fördern Flora und Fauna

    Die Ozeane fördern nicht nur die Artenvielfalt und dessen Erhaltung. Sie werden durch den bereitgestellten Lebensraum auch resistenter gegenüber der Klimakrise.

    Greenpeace versenkt Granitblöcke
    Greenpeace-Aktivisten versenken vom Greenpeace-Schiff «Beluga II» aus vor der Ostsee-Insel Rügen grosse Granitblöcke im Meer. Eine Frau hält dabei ein Transparent mit der Aufschrift «Echter Schutz für unsere Meere! Greenpeace» in die Kamera. - keystone

    Dies funktioniert durch die Bindung von Kohlenstoffdioxid aus der Luft. Die Folge davon ist eine verzögerte Erhitzung der Erdoberfläche.

    Ein weltweiter Ozean-Vertrag ist dringend notwendig

    Das momentane Seerecht konzentriert sich überwiegend auf die Nutzung der Ozeane, der Schutz wird hierbei häufig übersehen. Ein juristisch bindender Vertrag zur Einrichtung, Verwaltung und Durchsetzung von Meeresschutzgebieten ist dringend notwendig, erklärt deshalb Greenpeace.

    Demonstration Greenpeace
    Greenpeace-Demonstration zum Agrargipfel im Kanzleramt. - AFP

    Änderung ist in Sicht: Zahlreiche Vertreter diverser Regierungen diskutieren zurzeit über das In-Kraft-Treten eines weltweiten Ozean-Vertrags. Dieser soll den «Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt ausserhalb nationaler Hoheitsgewässer» sichern.

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