EU

    Gorbatschow: Glaube an bessere Beziehungen zur EU

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Russland,

    Vor seinem 90. Geburtstag hat der frühere Kremlchef Michail Gorbatschow die Hoffnung auf eine Besserung des Verhältnisses zur Europäischen Union geäussert.

    ARCHIV - Vor seinem 90. Geburtstag hat der frühere Kremlchef Michail Gorbatschow die Hoffnung auf eine Besserung des Verhältnisses zur Europäischen Union geäussert. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
    ARCHIV - Vor seinem 90. Geburtstag hat der frühere Kremlchef Michail Gorbatschow die Hoffnung auf eine Besserung des Verhältnisses zur Europäischen Union geäussert. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa - sda - Keystone/ZB/Jens Kalaene

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ex-Kremlchef Gorbatschow glaubt an bessere Beziehungen zwischen der EU und Russland.
    • Die Beziehungen zwischen Moskau und Brüssel seien derzeit so angespannt wie lange nicht.

    «Man darf keine Angst vor Verhandlungen haben», sagte der Friedensnobelpreisträger am Samstag der Agentur Interfax. Die Beziehungen zwischen Moskau und Brüssel sind etwa im Ukraine-Krieg so gespannt wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr.

    «Nur Verhandlungen, nur die Treffen auf allen Ebenen - vor allem auf höchster - können positive Ergebnisse bringen. Ich glaube daran», sagte er. Der frühere Sowjetpräsident wird an diesem Dienstag (2. März) 90 Jahre alt.

    «Man muss verstehen, dass wir alle Europäer sind (...) Das bedeutet, dass wir verhandeln müssen.» Gorbatschow rief in dem Interview mit Interfax auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin und dessen US-Kollegen Joe Biden zu einem persönlichen Treffen und neuen atomaren Abrüstungsverhandlungen auf.

    «Hauptsache, einen Atomkrieg verhindern»

    «Die Hauptsache ist heute, einen Atomkrieg zu verhindern», mahnte Gorbatschow. «Um einen Fortschritt zu erzielen, muss man offen aufeinander zugehen.»

    Seine Erfahrungen mit US-Präsident Ronald Reagan in den 1980er Jahren hätten gezeigt, dass die führenden Vertreter der beiden grössten Atommächte in Fragen der globalen Sicherheit viel erreichen könnten, wenn sie wollten.

    Washington und Moskau hatten unter dem Reformer Gorbatschow mehrere atomare Abrüstungsverträge geschlossen. Unter Bidens Vorgänger Donald Trump waren die USA aus dem Grossteil der Abkommen ausgestiegen.

    Abrüstungsvertrag «New Start» verlängert

    Washington und Moskau hatten sich Ende Januar nach Bidens Amtsantritt darauf verständigt, den letzten grossen atomaren Abrüstungsvertrag New Start um fünf Jahre zu verlängern. Der Vertrag über die Begrenzung strategischer Atomwaffen war am 5. Februar 2011 in Kraft getreten.

    Joe Biden Wladimir Putin
    Der damalige US-Vizepräsident Joe Biden (l) gibt dem russischen Präsident Wladimir Putin die Hand. Foto: Alexander Zemlianichenko - dpa

    Das Abkommen, das Anfang Februar ausgelaufen wäre, begrenzt die Nukleararsenale Russlands und der USA auf je 800 Trägersysteme und 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe. Russland und die USA besitzen zusammen rund 90 Prozent der weltweiten Atomwaffen.

    Kommentare

    Weiterlesen

    1 Interaktionen
    Washington
    Joe Biden und Wladimir Putin / livia leu agosti
    83 Interaktionen
    Erster Putin-Deal

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    10 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Campingfeuer Bella Italia
    «Fire! Fire!»
    Ostschweizer Kantonsrat will heimliche Kameras auf Nase stoppen
    2 Interaktionen
    Smart Glasses
    Tierpark Bern Artenschutz
    Tierpark Bern

    MEHR EU

    21 Interaktionen
    Bern
    Ursula von der Leyen
    56 Interaktionen
    Brüssel
    Patric Franzen EU
    10 Interaktionen
    Bern
    9 Interaktionen
    Luxemburg

    MEHR AUS RUSSLAND

    6 Interaktionen
    Moskau
    2 Interaktionen
    Moskau
    40 Interaktionen
    Moskau
    Roger Köppel Wladimir Putin
    1'117 Interaktionen
    «Grüezi»