Rentenreform

    Gegner der Rentenreform dringen in Pariser Firmengebäude ein

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Frankreich,

    Gegnerinnen und Gegner der Rentenreform von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sind in ein Firmengebäude in Paris eingedrungen.

    Eisenbahner dringen in das US-Finanzunternehmen BlackRock ein. Hunderttausende von Menschen werden erwartet, um den elften Tag des landesweiten Widerstands gegen einen Regierungsvorschlag zur Anhebung des Renteneintrittsalters von 62 auf 64 Jahre zu erleben. Foto: Aurelien Morissard/AP/dpa
    Eisenbahner dringen in das US-Finanzunternehmen BlackRock ein. Hunderttausende von Menschen werden erwartet, um den elften Tag des landesweiten Widerstands gegen einen Regierungsvorschlag zur Anhebung des Renteneintrittsalters von 62 auf 64 Jahre zu erleben. Foto: Aurelien Morissard/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Aurelien Morissard

    Auf Videos vom Donnerstag war zu sehen, wie sie Leuchtfackeln hielten und Sprechchöre sangen. «Es braucht Geld, um unser Rentensystem zu finanzieren. Hier gibt es welches«, rief ein Sprecher der Eisenbahner-Gewerkschaft CGT Cheminots der Zeitung »Le Parisien« zufolge ins Megafon. »Anstatt zwei Lebensjahre von den Arbeitnehmern zu nehmen, sollte Macron es hier suchen.« In dem Gebäude sitzt auch der US-Vermögensverwalter Blackrock, der auf Anfrage keinen Kommentar abgab.

    In Macrons erster Amtszeit war Blackrock während der Streiks und Proteste gegen die damals geplante Rentenreform zu einer Art Feindbild geworden – Reformgegner waren der Auffassung, dass der Vermögensverwalter von den Reformplänen Macrons profitiere und Einfluss auf die Pläne genommen habe. Blackrock bestritt dies. Bei den aktuellen Protesten gegen die Rentenreform hat Blackrock bisher hingegen keine Rolle gespielt.

    Macron und die Mitte-Regierung wollen das Renteneintrittsalter schrittweise von 62 auf 64 Jahre anheben, um ein Loch in der Rentenkasse zu verhindern. Die Gewerkschaften und grosse Teile der Opposition lehnen die mittlerweile beschlossene Reform als unfair ab. Das Vorhaben wird vom Verfassungsrat auf seine Verfassungsmässigkeit geprüft. Eine Entscheidung soll es Ende kommender Woche geben. Macron will, dass die Reform bis zum Jahresende in Kraft ist.

    Derzeit liegt das Renteneintrittsalter in Frankreich bei 62 Jahren. Tatsächlich beginnt der Ruhestand im Schnitt aber später: Wer für eine volle Rente nicht lange genug eingezahlt hat, arbeitet länger. Mit 67 gibt es dann unabhängig von der Einzahldauer Rente ohne Abschlag – dies will die Regierung beibehalten, auch wenn die Zahl der nötigen Einzahljahre für eine volle Rente schneller steigen soll. Die monatliche Mindestrente will sie auf etwa 1200 Euro hochsetzen.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Neutralitätsinitiative Ernährungsinitiative
    162 Interaktionen
    Klare Nein-Prognosen
    Remo Freuler Schweizer Nati
    142 Interaktionen
    Tape-Verwirrung!

    MEHR IN NEWS

    St. Gallen
    St. Gallen
    Baume-Schneider
    100 Interaktionen
    Schon wieder

    MEHR RENTENREFORM

    Friedrich Merz
    9 Interaktionen
    Zu Rentenreform
    Heidi reichinnek die Linke
    10 Interaktionen
    Mehrheit für Merz
    ökonomen
    8 Interaktionen
    Deutsche Rentenreform
    Massenproteste
    1 Interaktionen
    Rentenreform

    MEHR AUS FRANKREICH

    marine le pen
    2 Interaktionen
    Paris
    papst
    19 Interaktionen
    Paris
    7 Interaktionen
    Paris
    13 Interaktionen
    Paris