Europäische Staatschefs warnen hinter Kulissen Ukraine

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Deutschland,

    Vor dem Treffen mit Trump warnten europäische Staatschefs Selenskyj. Er solle vorsichtig sein und nicht zu weit gehen. Gleichzeitig fordert Macron mehr Tempo.

    trump selenskyj
    Wolodymyr Selenskyj traf Donald Trump. Anschliessend sprachen auch die Europäer von Fortschritten. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Europäische Staatschefs sind in den Friedensverhandlungen öffentlich optimistisch.
    • Hinter den Kulissen warnten sie Selenskyj vor dessen Treffen mit Trump.
    • Er solle «vorsichtig» sein, «nicht zu weit gehen» und Zusagen «auf Papier» fordern.

    Beim Treffen von Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj wurden in den Friedensverhandlungen laut dem US-Präsidenten «grosse Fortschritte» erzielt. Öffentlich wiederholen europäische Staatschefs diese Formulierung.

    Hinter den Kulissen aber zeigen sie sich deutlich skeptischer und kritischer gegenüber Trump. Dies berichtet der «Spiegel» unter Berufung auf die Mitschrift eines Telefonats vor dem Treffen in Miami.

    In der Öffentlichkeit sprach EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen von «guten Fortschritten». Frankreichs Emmanuel Macron sagte, es gebe in zentralen Bereichen Fortschritte. Die deutsche Regierung teilte mit, sie begrüsse «ausdrücklich das Engagement von Präsident Trump um einen gerechten und dauerhaften Frieden.»

    Doch kurz vor dem Treffen mit Trump warnten die Staatschefs in einer Telefonkonferenz den ukrainischen Präsidenten. Kanzler Friedrich Merz riet Selenskyj, Wege zu finden, sich mit den USA über territoriale Zugeständnisse, Sicherheitsgarantien und den Wiederaufbau abzustimmen. Er solle «nicht zu weit gehen» und «vorsichtig» sein.

    Dänemark, Schweden und Norwegen baten Selenskyj laut der Mitschrift, nach dem Treffen möglichst detailliert über Zusagen zu Sicherheitsgarantien zu informieren. Die nordischen Länder wollten diese «auf Papier» sehen. Auch rieten sie ihm, formelle Zugeständnisse zu Gebietsabtretungen nur bei festen Zusagen für Sicherheitsgarantien zu machen.

    Macron drängt auf eine Friedenstruppe

    Nato-Generalsekretär Mark Rutte gab zu verstehen, dass es nicht den Anschein machen dürfe, dass die Europäer den Prozess aufhielten. Macron äusserte sich ähnlich und forderte die Staatschefs auf, die Arbeit an Sicherheitsgarantien zu beschleunigen.

    Auch drängte er auf eine Friedenstruppe und fordert schnelle Zusagen der anderen Länder. In mehreren Fällen bedarf es dafür aber der Zustimmung der Parlamente.

    Aktuell wird ein 20-Punkte-Friedensplan diskutiert. Dieser unterscheidet sich stark vom 28-Punkte-Plan, den die USA ursprünglich vorgelegt hatten.

    Jenes Papier schien stark von Moskau beeinflusst und hätte grosse Zugeständnisse der Ukraine erfordert. In der Konferenz wurde Selenskyj dann auch gebeten, Trump zu fragen, was passiere, sollte Russland den neuen Plan ablehnen.

    Glaubst du, dass in der Ukraine bald Frieden herrscht?

    Wladimir Putin lehnt eine Waffenruhe weiter ab und beharrt auf seinen Forderungen. Kürzlich warf der Kreml der Ukraine vor, eine Residenz des Präsidenten mit Drohnen attackiert zu haben. Man werde deswegen die Positionen über ein Kriegsende überarbeiten.

    Selenskyj wies die Vorwürfe zurück und sprach von «Schwachsinn» und «typisch russischer Propaganda». Donald Trump hingegen zeigte sich «sehr wütend» über den angeblichen Angriff.

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    Kommentare

    User #6422 (nicht angemeldet)

    Die EU, die willigen, die 90 Milliarden für 2 Jahre freigegeben haben sprechen von Frieden. Was soll das, wir wollen Frieden und das töten von Menschen und Tieren auf beiden Seiten muss aufhören und die damit verbundenen Umweltzerstörung und Vergiftung.

    User #1275 (nicht angemeldet)

    Die Amerikaner haben einen Deal mit Russland geschlossen alle ausländischen Öl und Gasförder unternehmen zu übernehmen dazu gehören Venezuela, und Anlagen im Nahen Osten (Syrien, Irak). Der/die einzigen die diesem Deal im Wege stehen ist die EU/Selenski die USA muss nur noch zusehen das Selenski verschwindet und ein US getreuer Diener implementiert wird. Putin und Russland muss in ihrer aktuellen schwachen Position zusehen wie sie ihre territorialen Verluste im Osten gegen China verteidigen ihre schulden bereinigen und ihre Wirtschaft wieder ankurbeln ohne das Öl und Gas Geschäft gepaart mit dem Image Schaden, den hohen Verlusten an der Front, der Verlust an Waffen gleicht das einer "Niederlage" die russische Bevölkerung wird nach dem Abtritt von Putin gezwungen sein sich von der EU oder China übernehmen zu lassen. Es gibt keinen anderen Ausweg!

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