Die EU-Grenzschutzagentur Frontex kommt immer wieder in der Kritik. Vor allem wegen illegaler Zurückweisungen von Migranten im Mittelmeer.
Frontex-Chef Fabrice Leggeri bei der Einweihung der Zentrale von Frontex in Warschau.
Frontex-Chef Fabrice Leggeri bei der Einweihung der Zentrale von Frontex in Warschau. - Jan A. Nicolas/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Chef der EU-Grenzschutzagentur Frontex soll seinen Rücktritt angeboten haben.
  • Der «Spiegel» veröffentlichte einen Brief von Fabrice Leggeri an den Verwaltungsrat.

Aber auch Versäumnisse bei der Behörde selbst werden bemängelt. Der Chef der europäischen Grenzschutzbehörde Frontex, Fabrice Leggeri, ist nach Medienberichten zum Rücktritt bereit.

Das geht nach Informationen des Magazins «Spiegel» aus einem Brief des Franzosen an den Verwaltungsrat der Behörde hervor.

Leggeri habe darin seinen Rücktritt angeboten. Auch das Magazin «Politico» berichtete aus Brüssel darüber. Von offizieller Seite gab es zunächst keinen Kommentar.

Frontex in der Kritik

Frontex steht seit Längerem wegen illegaler Zurückweisungen von Migranten im Mittelmeer in der Kritik. Demnach sollen Führungskräfte der Behörde absichtlich vertuscht haben, dass griechische Grenzschützer Flüchtlinge zurück aufs offene Mittelmeer brachten. Zurückweisungen von Schutzsuchenden an den Aussengrenzen - sogenannte Pushbacks - sind nach internationalem Recht illegal. Frontex hat ihren Sitz in Warschau.

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