Ramadan

    Vergewaltigungsprozess: Haftbefehl gegen Prediger Ramadan

    Keystone-SDA
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    Frankreich,

    Die Pariser Justiz hat einen Haftbefehl gegen den umstrittenen Schweizer Islamwissenschaftler und Prediger Tariq Ramadan erlassen, weil dieser nicht zum Start seines Vergewaltigungsprozesses erschienen ist. Der Prozess gegen den 63-Jährigen werde zunächst in seiner Abwesenheit geführt, entschied das Pariser Strafgericht, wie die Zeitung «Le Parisien» aus dem Gerichtssaal berichtete. Zwei vom Gericht bestellte medizinische Sachverständige hatten zuvor bescheinigt, dass der Prediger verhandlungsfähig ist.

    Haftbefehl
    Vergewaltigungsprozess: Haftbefehl gegen Prediger Ramadan. - keystone

    Zum Prozessauftakt am Montag war Ramadan nicht vor Gericht erschienen. Er leide an Multipler Sklerose und sei am Samstag zuvor in eine Klinik in Genf aufgenommen worden, erklärte sein Verteidiger unter Verweis auf ein Attest. Weil Ramadan damit gegen die Justizauflage verstossen habe, sich im Grossraum Paris aufzuhalten, beantragte die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl. Wie die Sachverständigen vor Gericht erklärten, sei der gesundheitliche Zustand des Islamforschers stabil, auch die Möglichkeit eines Schlaganfalls schlossen sie aus.

    Ramadan wird die Vergewaltigung von drei Frauen zwischen 2009 und 2016 in Lyon und Paris vorgeworfen. Der 63-Jährige war deswegen bereits zehn Monate in Untersuchungshaft. Ramadan hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen, Kontakte zu den Frauen aber später eingeräumt. Diese hatten ihn als manipulativ, dominant und brutal bezeichnet. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft.

    Ramadan war in Frankreich bereits zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er die Identität einer der Klägerinnen enthüllt hatte. In der Schweiz wurde der bekannte Islamwissenschaftler im August 2024 in einem anderen Fall wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung verurteilt.

    Ramadan ist ein Enkel von Hassan al-Banna, einem Mitbegründer der Muslimbrüder. Er tritt für eine europäisch-muslimische Identität ein. Er ist seit langem umstritten und wird ebenso als ein Vordenker des Islamismus kritisiert.

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    Kommentare

    User #3434 (nicht angemeldet)

    Ablenkung.....

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    J.N
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