Vor zehn Jahren verübte ein islamistischer Terrorist in Toulouse einen Anschlag auf eine jüdische Schule.
Ceremonies commemorating 10th anniversary of the attacks in Toulouse
Oberrabbiner von Frankreich Haim Korsia (l), Frankreichs ehemaliger Präsident Nicolas Sarkozy (2. v. l.), Israels Präsident Isaac Herzog (5. v. l.), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (M) und seine Frau Brigitte Macron (5. v. r.), Frankreichs ehemaliger Präsident Francois Hollande (4. v. r.), Yaacov Monsonego (2. v. r.), Schuldirektor und Vater von Myriam, die von Merah getötet wurde, und seine Frau (3. v. r.) und der Präsident des Repräsentativrats der jüdischen Institutionen Frankreichs (Crif) der Region Midi-Pyrenäen, Franck Touboul (r), stehen am 20. März 2022 am Eingang der Mittel- und Oberschule Ohr Torah in Toulouse, Südfrankreich, während einer Zeremonie zum zehnten Jahrestag der von Mohamed Merah verübten Anschläge, bei denen 2012 sieben Menschen getötet wurden. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Zum zehnten Jahrestag der Bluttat hat Frankreich der Opfer gedacht.
  • Anwesend waren etwa Emmanuel Macron und ehemalige Präsidenten.

Zehn Jahre nach einem islamistischen Anschlag auf eine jüdische Schule in Toulouse haben die Präsidenten Frankreichs und Israels der Opfer gedacht. Seit der Bluttat habe Frankreich seinen Kampf gegen den Terrorismus verstärkt, sagte Emmanuel Macron am Sonntag bei den Feierlichkeiten in der südfranzösischen Stadt, an denen auch zahlreiche Angehörige der Toten und Verletzten sowie die Ex-Präsidenten François Hollande und Nicolas Sarkozy teilnahmen. «Frankreich und Israel sind entschlossen, den Terrorismus in all seinen Formen und an allen Fronten zu besiegen.»

Am 19. März 2012 hatte der Islamist Mohamed Merah vor der jüdischen Schule in Toulouse drei Kinder und einen Lehrer erschossen. Tage zuvor hatte er drei Soldaten umgebracht. Polizisten erschossen den Attentäter nach einer Belagerung von dessen Wohnung. Vor seinem Tod erklärte der 23-Jährige, dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahezustehen.

Israels Präsident Izchak Herzog sagte bei der Gedenkfeier, der Terrorismus werde nicht siegen können. «Selbst dieses schlimme Ereignis hat uns nur noch stärker verbunden.» Eine Schülerin, die den Angriff überlebt hatte, sagte, man könne auf diesen Exzess des Hasses nur mit einem Exzess der Liebe antworten. Nach wie vor sind antisemitische Übergriffe in Frankreich ein Problem. 2020 wurden in Frankreich 339 antisemitische Verstösse gemeldet. Ein regionaler Schwerpunkt ist dabei die Hauptstadtregion Île-de-France.

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