Militär: Zwölf Tote bei Anschlag mit Autobombe in Pakistan
In Pakistan sind bei einem Anschlag mit einer Autobombe mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Angreifer rammten bereits am Montag ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug in die Sicherheitsmauer eines Checkpoints im Distrikt Bajaur.

Das gab das pakistanische Militär erst heute bekannt. Durch die Wucht der Explosion seien auch angrenzende Wohnhäuser schwer beschädigt worden. Unter den Toten seien elf Soldaten und ein junges Mädchen.
Der Anschlag ereignete sich Militärangaben zufolge in der Unruheregion Khyber Pakhtunkhwa, die an Afghanistan grenzt. Nach der Attacke seien zwölf Terroristen getötet worden. Bei weiteren Anschlägen in der Region waren am Montag zudem mindestens fünf weitere Menschen ums Leben gekommen.
Zunächst bekannte sich keine Gruppe zu dem Anschlag. In der Vergangenheit hatten sowohl die Terrormiliz Islamischer Staat als auch die Pakistanischen Taliban (TTP) Attacken im Grenzgebiet verübt. Die Vereinten Nationen hatten die TTP in einem kürzlich veröffentlichten Bericht als eine der grössten Terrorgruppen Afghanistans bezeichnet. Die Angriffe der Gruppe auf pakistanische Sicherheitskräfte und staatliche Einrichtungen führen zu massiven Spannungen zwischen den Nachbarländern Afghanistan und Pakistan. Im Herbst vergangenen Jahres kam es zu kurzzeitigen militärischen Auseinandersetzungen an der Grenze. Pakistan flog auch Luftangriffe auf Afghanistan.
Die Sicherheitslage in Pakistan verschlechtert sich seit einigen Jahren. Erst Anfang Februar waren bei einem Anschlag auf ein schiitisches Gemeindehaus nahe Islamabad 36 Menschen ums Leben gekommen und rund 170 weitere verletzt. Der Islamische Staat hatte den Anschlag für sich reklamiert. Nach Angaben des Pakistan Institute for Peace Studies stieg die Zahl der Terroranschläge in Pakistan 2025 auf fast 700.














