Eurozone: Erholung der Wirtschaft, aber Hürden möglich
Die Wirtschaft in der Eurozone erholt sich aktuell gut. Möglicherweise muss aber bei einer nächsten Corona-Welle mit einem Dämpfer gerechnet werden.

Das Wichtigste in Kürze
- Aktuell erholt sich die EU-Wirtschaft gut, die Wachstumsprognose 2021 wurde angehoben.
- Allerdings muss bei der Covid-Lage im Moment mit einem erneuten Dämpfer gerechnet werden.
Die EU-Kommission hebt ihre Wachstumsprognose dieses Jahr an. Für das nächste Jahr aber werden die Erwartungen für die Union gedämpft.
Die Wirtschaft in der Europäischen Union erholt sich nach einer Prognose der EU-Kommission schneller als erwartet. Das Wachstum könnte jedoch durch eine neue Welle an Corona-Infektionen gebremst werden. Auch hohe Energiepreise und andauernde Lieferketten-Engpässe können das Wachstum dämpfen, wie die Brüsseler Behörde am Donnerstag bekanntgab.
Die Kommission hob ihre Wachstumsprognose für die Eurozone für dieses Jahr auf 5,0 Prozent an. In der Sommerprognose waren es 4,8 Prozent. Für nächstes Jahr geht die Behörde allerdings nur noch von 4,3 Prozent aus. Im Sommer war noch ein Plus von 4,5 Prozent prognostiziert.
Wirtschaft in Eurozone: Erholung mit Gegenwind
«Die europäische Wirtschaft bewegt sich von der Erholung zur Expansion, spürt jetzt jedoch Gegenwind», sagte Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni. Man müsse aufpassen, dass dieser Gegenwind die Erholung nicht vom Kurs abbringe.
Unter anderem Engpässen und Störungen in den Lieferketten des internationalen Handels könnten die Wirtschaftsleistung beeinträchtigen, schrieb die Kommission. Zudem könnten die rasant gestiegenen Energiepreise Auswirkungen auf Investitionen und Konsum haben.
Entwicklung der Pandemie hat grossen Einfluss
Insgesamt sei der wirtschaftliche Aufschwung in der Eurozone von der Entwicklung der Pandemie abhängig. «Die verbesserte gesundheitliche Lage, die wirtschaftliche Erholung ermöglichte, wird jetzt durch steigende Infektionen quer durch die Union gefährdet». Das sagte Gentiloni.
Neue Corona-Massnahmen könnten einen negativen Einfluss auf die Wirtschaft haben. Besonders in Ländern mit niedriger Impfrate sei dies ein zusätzliches Risiko, so die Prognose.















