Europapark

Europapark: Rumäne entführte Meitli - jetzt hat der Prozess begonnen

Simon Binz
Simon Binz

Deutschland,

Im vergangenen Sommer entführte ein Rumäne ein sechsjähriges Mädchen aus dem Europapark und missbrauchte sie. Nun steht der 31-Jährige vor Gericht.

Mädchen aus Europapark Rulantica
Ein 31-jähriger Rumäne steht derzeit vor Gericht, weil er im August ein 6-jähriges Mädchen aus dem Freizeitbad Rulantica des Europaparks entführt und anschliessend missbraucht hatte. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Rumäne steht in Freiburg (D) wegen Kindesmissbrauchs und Entführung vor Gericht.
  • Der 31-Jährige hatte im August 2025 ein Mädchen (6) aus dem Europa-Park entführt.
  • Der Mann legte zum Prozessauftakt ein Geständnis ab und entschuldigte sich bei dem Opfer.

Vor dem Landgericht Freiburg (D) hat am Dienstag der Prozess gegen einen 31-jährigen Mann begonnen. Der Rumäne muss sich wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes und Entziehung Minderjähriger verantworten. Die Tat ereignete sich am 9. August im Erlebnisbad Rulantica des Europapark in Rust.

Es war ein Fall, der international Schlagzeilen machte. Gemäss Anklage nutzte der Mann aus, dass das sechsjährige Mädchen im Bad seine Eltern nicht mehr fand. Wie Bilder aus einer Überwachungskameras festhielten, bot er hilfe an und lockte das Kind aus dem Badi-Gelände.

Anschliessend führte er es zu Fuss in ein Maisfeld. Dort missbrauchte er das Mädchen, warf sie in ein Gebüsch und liess sie alleine zurück. Rund zwei Stunden später wurde die Sechsjährige etwa fünf Kilometer entfernt in Kappel-Grafenhausen (D) entdeckt.

Sie war verängstigt, trug nur Badebekleidung und wies Schürfwunden auf. Offenbar war sie mit Schürfwunden durch einen Wald und über Felder geirrt. Ein Lastwagenfahrer wurde auf das Kind aufmerksam und alarmierte die Polizei.

Angeklagte gibt Tat zu und entschuldigt sich

Zum Prozessauftakt räumte der Angeklagte sämtliche Vorwürfe ein. Über seinen Verteidiger liess er erklären, er bereue die Tat und wolle sich bei dem Mädchen und dessen Eltern entschuldigen. Am Tattag habe er viel Alkohol und Kokain konsumiert, was sein Verhalten jedoch nicht entschuldige.

Besonders schwer wiegt der Vorwurf, dass der Paketlieferant das Kind aufgefordert haben soll, Kokain zu nehmen. Das Mädchen weigerte sich und liess das Pulver zu Boden fallen.

Nach der Tat setzte sich Adrian V. nach Rumänien ab. In seinem Heimatdorf Lugasu de Jos wurde er festgenommen und später nach Deutschland ausgeliefert.

Mädchen nach Vorfall im Europapark bis heute stark traumatisiert

Zum Prozessbeginn wurde der Angeklagte in Hand- und Fussfesseln in den Gerichtssaal geführt. Nach einer Absprache zwischen den Verfahrensbeteiligten droht ihm eine Freiheitsstrafe von maximal vier Jahren und neun Monaten.

Der Vertreter der Nebenklage erklärte, das Mädchen leide bis heute stark unter den Folgen der Tat und sei traumatisiert. Das Urteil will das Gericht am 2. März verkünden.

Europa-Park-Bad Rulantica
Der flüchtige Verdächtige sei durch Aufnahmen von Überwachungskameras identifiziert worden, hiess es von der Polizei. (Archivbild) - dpa

Der Fall hatte im vergangenen Sommer weit über die Region hinaus für Entsetzen gesorgt. Der Europapark reagierte danach mit zusätzlichen Präventions- und Sicherheitsmassnahmen im Erlebnisbad Rulantica. Darunter etwa neue Hinweise zur Aufsichtspflicht der Eltern sowie geplante erweiterte Ein- und Auslasskontrollen.

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