Baby erleidet Schädelbruch, Ärzte bemerken es nicht
Nach einem Sturz wurde ein zehn Monate alter Bub im Spital untersucht und wieder nach Hause geschickt. Erst später stellten Ärzte einen Schädelbruch fest.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Baby stürzte aus dem Bett und wurde zunächst aus dem Spital entlassen
- Die Eltern ersuchten eine Zweitmeinung – dabei wurde eine Schädelfraktur festgestellt.
- Der zehnmonatige Knabe ist auf dem Weg der Besserung und wieder zu Hause.
Am vorletzten Samstag stürzte ein zehn Monate Alter Bub aus dem Bett und schlug mit dem Kopf auf den Teppichboden auf. Die Eltern brachten das Kind umgehend ins Spital nach Mödling (Ö). Dort attestierten Ärzte einen unauffälligen neurologischen Zustand und diagnostizierten eine Kopfprellung. Das Baby wurde noch am selben Tag mit der Diagnose Consusio capitis (Kopfprellung) nach Hause geschickt.
Gegenüber «heute.at» erklärt der Vater, er habe im Spital um eine weiterführende Untersuchung gebeten. Ein Ultraschall sei aus Sicht der Ärzte nicht notwendig gewesen. Die Beule am Kopf bereitete der Familie jedoch weiterhin Sorgen.
Am Montagabend darauf suchten die Eltern deshalb das Spital in Wiener Neustadt auf. Dort ergab die Abklärung eine 0,12 Zentimeter grosse Schädelfraktur. Das Baby wurde umgehend stationär aufgenommen. Es folgten neurologische Untersuchungen sowie bildgebende Verfahren.
Eltern erhalten Anzeige wegen Körperverletzung am eigenen Sohn
Vom Onlineportal auf den Vorfall angesprochen, meint die Ärztliche Direktorin des Landesklinikums Baden-Mödling, dass medizinische Entscheidungen stets auf Basis des aktuellen klinischen Zustands getroffen würden.
Auch die niederösterreichische Landesgesundheitsagentur erklärte, das Kind habe zum Zeitpunkt der Erstuntersuchung keine auffälligen Symptome gezeigt. Die Schwellung sei als Hämatom beurteilt worden, die Eltern seien über Warnzeichen informiert worden.
Der Vater widerspricht dieser Darstellung. Seine Frau sei stark belastet, zudem sei nun eine Anzeige wegen Körperverletzung am eigenen Sohn im Raum. Im Spital Wiener Neustadt sei die Familie hingegen umfassend betreut worden.
Am Wochenende konnten die Ärzte Entwarnung geben. Der Bub wurde am 7. Februar aus dem Spital entlassen. Ein Kontrolltermin ist vorgesehen.












