Nach einem zähen Streit um die Reform der milliardenschweren europäischen Agrarpolitik hatte es vergangene Woche einen Kompromiss gegeben. Nun haben die EU-Staaten dieser Einigung zugestimmt.
Der Kompromiss sieht vor, dass künftig ein bestimmter Teil der Agrargelder in sogenannten Ökoregelungen - also Gelder, die an Umweltauflagen geknüpft sein sollen - fliessen soll. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Der Kompromiss sieht vor, dass künftig ein bestimmter Teil der Agrargelder in sogenannten Ökoregelungen - also Gelder, die an Umweltauflagen geknüpft sein sollen - fliessen soll. Foto: Julian Stratenschulte/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die EU-Länder haben den am Freitag errungenen Kompromiss zur 270 Milliarden schweren Reform der EU-Agrarpolitik angenommen.

Damit hat das Paket einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu gültigem EU-Recht genommen, teilten die EU-Staaten am Montag mit.

Jetzt muss die Einigung noch im Europaparlament angenommen werden. Dies soll im Herbst geschehen, voraussichtlich im November. «Das ist ein Systemwechsel», betonte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner bei einem Treffen der EU-Agrarminister in Luxemburg. Sie sagte aber auch, dass dieser Systemwechsel nicht «auf Knopfdruck» funktioniere.

Die Einigung um die neue EU-Agrarpolitik sieht unter anderem vor, dass künftig deutlich mehr Geld der Umwelt und dem Klima zugute kommen soll. Umweltschützern und den Grünen gehen die Beschlüsse aber nicht weit genug. Sie fürchten etwa zu lasche Vorgaben, so dass die Reform ihr Ziel verfehlt. Die Änderungen sollen ab 2023 in Kraft treten.

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