EU-Impfnachweise ohne Booster künftig nur noch neun Monate gültig
Ab dem 1. Februar sind Zertifikate von Menschen ohne Auffrischimpfung in der EU nur noch neun Monate gültig.

Das Wichtigste in Kürze
- In der EU sind Impfzertifikate ohne Booster ab dem 1. Februar nur noch neun Monate gültig.
- Bei grenzüberschreitenden Reisen muss daher häufig ein negativer Test vorgelegt werden.
- Möglich wäre aber auch eine Quarantänepflicht für Einreisende.
Reisen ohne Booster-Impfung in der EU ist für viele Menschen von Dienstag an deutlich schwieriger. Denn die EU-Impfnachweise sind vom 1. Februar an ohne Auffrischungsimpfung nur noch rund neun Monate (270 Tage) gültig. Nach Ablauf dieser Frist werden Menschen ohne diesen zusätzlichen Schutz bei Grenzübertritten wie Ungeimpfte behandelt.
Das bedeutet in der Regel, dass sie bei grenzüberschreitenden Reisen in der EU einen aktuellen negativen Test brauchen. Möglicherweise müssen sie sogar in Quarantäne müssen.
«Dies spiegelt den nachlassenden Schutz des Impfstoffs wieder und unterstreicht, wie wichtig eine Auffrischung ist», sagte EU-Justizkommissar Didier Reynders.
Geboosterte könnten von Testpflicht befreit sein
Der EU-Impfnachweis besteht aus einem QR-Code, der direkt nach der Impfung etwa in Praxen und Impfzentren erstellt wird. Der Code ist in einer Smartphone-App darstellbar und kann digital ausgelesen werden.
Wie lange die Grundimmunisierung in den jeweiligen Ländern anerkannt wird, kann sich jedoch weiterhin unterscheiden. In Deutschland gibt es zurzeit keine Regelung, die die Anerkennungsdauer von Impfnachweisen begrenzt. Menschen mit Booster-Impfung können aber unter Umständen von Testpflichten befreit sein. Die EU-Staaten werden lediglich aufgefordert, ihre nationalen Regelungen anzupassen.















