EU

    EU-Frauenquote für Aufsichtsräte endgültig beschlossen

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    Belgien,

    Der Weg ist nun endgültig frei: An der Spitze börsennotierter Unternehmen werden zukünftig mehr Frauen arbeiten.

    smi
    Anleger profitieren vom Plus des SMI. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ab 2026 gilt in der EU eine Quote für mehr Frauen an der Spitze börsennotierter Unternehmen.

    Das EU-Parlament nahm am Dienstag ein entsprechendes Gesetz an, wie die Institution mitteilte.

    Da die EU-Staaten diesem ebenfalls schon zugestimmt haben, ist der Weg nun endgültig frei. Die EU-Länder müssen die Bestimmungen innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht umsetzen, die Frist beginnt, 20 Tage nachdem die Richtlinie im Amtsblatt der EU veröffentlicht wurde.

    Konkret sollen die Staaten zwischen zwei Modellen wählen können. Entweder sollen bis dahin mindestens 40 Prozent der Aufsichtsräte Frauen sein. Die zweite Möglichkeit ist, die neuen Vorschriften sowohl auf geschäftsführende als auch auf nicht geschäftsführende Direktoren anzuwenden, dann würde das Ziel 33 Prozent aller Direktorenpositionen bis 2026 betragen.

    Das Vorhaben ist geschlechtsneutral. Sässen in einem entsprechenden Gremium also deutlich mehr Frauen als Männer, profitierten auch Männer von der Regelung. Wenn sich Unternehmen nicht an die Vorgaben halten, sollen die EU-Staaten abschreckende und verhältnismässige Strafen wie Geldbussen verhängen. Unterhändler des Parlaments und der EU-Länder hatten sich bereits im Juni auf die Richtlinie geeinigt. Die nun erfolgte formelle Zustimmung der Institutionen galt als sicher.

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