Als Russlands direkter Nachbar sorgt man sich Estland seit Beginn des Ukraine-Kriegs um die eigene Sicherheit. Das spiegelt sich auch der Militäretat für das kommende Jahr wider.
Ein Soldat während einer Militärübung der estnischen Streitkräfte in Tapa.
Ein Soldat während einer Militärübung der estnischen Streitkräfte in Tapa. - Sergei Stepanov/AP/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Estland erhöht seine Verteidigungsausgaben im Jahr 2023 auf 2,9 Prozent.
  • Damit überschreitet das Militär-Budget des Landes erstmals eine Milliarde Euro.

Estland hat für 2023 einen Staatshaushalt mit Verteidigungsausgaben in Rekordhöhe verabschiedet. Nach dem vom Parlament in Tallinn beschlossenen Budget wird der Militäretat im kommenden Jahr erstmals den Wert von einer Milliarde Euro übersteigen – dies sind umgerechnet 2,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) des baltischen EU- und Nato-Landes.

Estland grenzt an Russland und betrachtet dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine als direkte Gefahr für seine Sicherheit. Der Ostseestaat im Nordosten Europas hat deshalb bereits in diesem Jahr seine Militärausgaben massiv aufgestockt und rüstet seine Streitkräfte auf.

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