Recep Tayyip Erdogan

    Erdogan: Türkei will Shanghai-Gruppe beitreten

    Keystone-SDA
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    Die Türkei will Präsident Erdogan zufolge der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) beitreten, deren grösste Mitglieder China und Russland sind.

    HANDOUT - Der chinesische Präsident Xi Jinping und sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan am Rande des Gipfels der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Usbekistan. Foto: -/Turkish Presidency/dpa - ATTENTION: editorial use only and only if the credit mentioned above is referenced in full
    HANDOUT - Der chinesische Präsident Xi Jinping und sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan am Rande des Gipfels der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Usbekistan. Foto: -/Turkish Presidency/dpa - ATTENTION: editorial use only and only if the credit mentioned above is referenced in full - sda - Keystone/Turkish Presidency/-

    Der Nato-Staat Türkei will Präsident Recep Tayyip Erdogan zufolge der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) beitreten, deren grösste Mitglieder China und Russland sind. Der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge sagte Erdogan am Samstag nach einem Gipfeltreffen der Organisation im usbekischen Samarkand, die Türkei wolle bei dem Treffen der Gruppe im kommenden Jahr in Indien das Ziel einer Mitgliedschaft erörtern.

    Die Türkei habe «historische und kulturelle» Verbindungen zum asiatischen Kontinent und wolle eine Rolle spielen in der Organisation, deren Mitglieder zusammen «30 Prozent der Weltwirtschaftsleistung» ausmachten, sagte Erdogan demnach weiter.

    Aktuell wird die Türkei von der Shanghaier Organisation als Dialogpartner geführt. Im Fall eines Beitritts wäre die Türkei das erste Mitglied der Gruppe, das gleichzeitig auch dem westlichen Verteidigungsbündnis Nato angehört.

    Der 2001 mit Blick auf den Kampf gegen Terrorismus gegründeten Gruppe gehören China, Russland, Indien, Pakistan, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan an. Bei dem jüngsten Gipfeltreffen wurde auch der Iran aufgenommen, der wie Belarus und die Mongolei bislang Beobachterstatus hatte. Es begann auch der Prozess für die Aufnahme von Belarus, das als «letzte Diktatur Europas» gilt.

    Erdogan wirft der Nato und der EU, wo die Türkei seit 1999 ohne bedeutende Fortschritte Kandidatenstatus hat, mangelnde Unterstützung der Türkei vor. Die Türkei und Russland wiederum haben in einigen Bereichen gemeinsame Interessen und gute Beziehungen - obwohl Ankara den Angriff Moskaus auf die Ukraine verurteilt. Zuletzt bemühte sich die Türkei, zwischen den Kriegsparteien zu vermitteln, etwa in der Frage ukrainischer Getreideexporte über das Schwarze Meer.

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