Druck auf Boris Johnson wegen Äusserung über Corona-Tote wächst

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Boris Johnson gerät unter Druck. Er steht wegen einer Aussage über Corona-Tote in der Kritik. Er nehme in Kauf, dass sich «die Leichen zu Tausenden auftürmen».

    Boris Johnson
    Boris Johnson, Premierminister von Grossbritannien, geht bei seinem Besuch der Moreton Farm in der Nähe von Wrexham durch einen Kuhstall. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Boris Johnson steht wegen einer angeblich pietätlosen Aussage unter Druck.
    • Er soll gesagt haben, dass er lieber Tausende Tote als einen Lockdown in Kraft nimmt.
    • Er und weitere Kabinettskollegen bestreiten, dass eine solche Äusserung gemacht wurde.

    Der Druck auf den britischen Premierminister Boris Johnson wegen einer angeblich pietätlosen Äusserung zu Toten in der Corona-Pandemie wächst. Er nehme lieber in Kauf, dass sich «die Leichen zu Tausenden auftürmen» als einen zweiten Lockdown zu verhängen. Dies soll der Regierungschef im Herbst 2020 gesagt haben,

    Das berichtete unter anderen die BBC unter Berufung auf mehrere Insider-Quellen. Johnson leitete am Dienstag eine Kabinettssitzung.

    Boris Johnson für Umbau der Dienstwohnung kritisiert

    Der Premier und mehrere seiner Kabinettskollegen weisen die Berichte vehement zurück. Doch es steht Aussage gegen Aussage. Angesichts einer Bilanz von 150'000 Todesfällen, die mit Covid-19 in Verbindung gebracht werden, wiegen die Vorwürfe schwer.

    parlament grossbritannien
    Das Parlament von Grossbritannien. - keystone

    Boris Johnson wird seit Langem angelastet, er habe während der zweiten Pandemiewelle zu lange mit einem Lockdown gewartet.

    Ärger bereiten dem Regierungschef auch unangenehme Fragen zur Finanzierung der luxuriösen Renovierung seiner Dienstwohnung in der Londoner Downing Street. Johnsons Ex-Berater Dominic Cummings hatte brisante Details darüber offenbart. Angeblich soll Johnson versucht haben, die erheblichen Kosten über Parteispenden zu finanzieren. Sein Umfeld beharrt darauf, Johnson habe sie aus eigener Tasche gezahlt.

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