Die Nato und EU sollen Sofia bei Ermittlungen helfen
Eine Woche nach Drohnenangriffen im Schwarzen Meer bittet Bulgarien die Nato und die EU um technische Hilfe bei Ermittlungen.

Bulgarien hat die EU und die Nato um technische Hilfe bei den Ermittlungen zu den Drohnenangriffen gebeten, berichtet der «ORF». Die Anfrage erfolgte am Montag, eine Woche nach der Attacke auf zwei Handelsschiffe im Schwarzen Meer.
Beide Schiffe wurden beschädigt, eines davon sank. Regierungschef Rumen Radew zufolge ist bisher unklar, ob die Drohnen aus Russland oder der Ukraine kamen.
Die Drohnen griffen laut «Logistik Heute» zwei Handelsschiffe in bulgarischen Gewässern des Schwarzen Meeres an. Der Regierungschef bezeichnete den Angriff als schwere Verletzung des Völkerrechts, wie das Branchenportal weiter berichtet.
Die EU reagiert
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nannte die Lage im Schwarzen Meer auf X «zunehmend besorgniserregend», schreibt «Logistik Heute». Brüssel stehe den Mitgliedstaaten an der Ostflanke solidarisch bei, hielt sie weiter fest.
Ministerpräsident Radew will laut «IT Boltwise» Gespräche mit den Partnerstaaten vorbereiten, die gemeinsam die Nato bilden. Sofia habe zudem bereits die EU und die Nato um technische Hilfe bei den Ermittlungen gebeten.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj machte Moskau für die Angriffe verantwortlich, wie der «ORF» schreibt. Es habe sich nach Kontakten mit Bulgarien um einen kombinierten russischen Angriff mit See- und Luftdrohnen gehandelt, sagte er.
Fakten zum Angriff, bei dem die Nato helfen soll
Die «Alfa Watan» ging laut dem «ORF» binnen etwa drei Minuten nach dem Angriff unter. Dimitar Nedjalkow von der Militärakademie in Sofia hält einen Sprengkopf von mehr als 300 Kilogramm für wahrscheinlich.
An Bord der «Alfa Watan» befanden sich zwölf Besatzungsmitglieder, die weiterhin vermisst werden. Die 18 Seeleute der «Able» wurden gerettet, auf dem Schiff fanden sich ersten Ermittlungen zufolge keine Drohnenreste.

Radew kündigte laut «IT Boltwise» an, die russische Botschafterin Eleonora Mitrofanowa zu einem Gespräch einzubestellen. Er könne derzeit nicht mit Gewissheit sagen, wer für die jüngsten Angriffe verantwortlich sei.
















