NATO

    Nato kündigt Atomwaffen-Übung an

    Keystone-SDA
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    Belgien,

    Die Nato beginnt an diesem Dienstag ihr jährliches Manöver zur Verteidigung des Bündnisgebiets mit Atomwaffen. An der Übung «Steadfast Noon» werden sich nach Angaben aus dem Hauptquartier der Allianz Streitkräfte aus 17 Ländern beteiligen. Gastgeber der rund eineinhalbwöchigen Übung ist in diesem Jahr Italien.

    ARCHIV - Ein Bundeswehr-Flugzeug vom Typ Tornado rollt auf der Startbahn des Fliegerhorsts Büchel in der Eifel. Foto: Harald Tittel/dpa
    ARCHIV - Ein Bundeswehr-Flugzeug vom Typ Tornado rollt auf der Startbahn des Fliegerhorsts Büchel in der Eifel. Foto: Harald Tittel/dpa - Keystone/dpa/Harald Tittel

    Zu Details gab es zunächst keine Angaben. Aus der Bündniszentrale hiess es lediglich, der Umfang sei mit dem im Vorjahr vergleichbar. Damals hatte die Nato von rund 2.000 beteiligten Militärs und mehr als 70 beteiligten Flugzeugen gesprochen. Darunter waren auch deutsche Kampfjets, die in der Lage sind, in Europa stationierte US-Atombomben zu transportieren.

    Demonstration der Stärke

    Nato-Nuklearpolitikchefin Nassima Barrows sagte zu der bevorstehenden Übung, «Steadfast Noon» solle demonstrieren, dass die Nato im Fall der Fälle bereit sei, das Bündnisgebiet zu verteidigen und auch über die erforderlichen Fähigkeiten verfüge. Echte Atomwaffen würden aber natürlich nicht eingesetzt.

    Der im Bündnis für Nuklearoperationen zuständige Oberst David Bull erklärte, es gehe vor allem darum, das Zusammenspiel aller Beteiligten zu trainieren, um eine sichere, glaubwürdige und verlässliche nukleare Abschreckung aufrechtzuerhalten.

    Nach Nato-Angaben steht die Übung in keinem Zusammenhang mit aktuellen weltpolitischen Ereignissen und richtet sich auch nicht gegen ein bestimmtes Land. In ihrer Bedrohungsanalyse hat die Allianz allerdings seit Jahren vor allem Russland im Blick. Erst in der vergangenen Woche wurde Moskau auch wieder nukleares Säbelrasseln vorgeworfen.

    Keine Angaben zum Szenario

    Grund dafür, dass Deutschland als Land ohne eigene Atomwaffen regelmässig an der Übung teilnimmt, ist die sogenannte nukleare Teilhabe der Nato. Sie sieht vor, dass in Europa stationierte US-Atomwaffen vom Typ B61 im Ernstfall auch von Flugzeugen von Partnerstaaten abgeworfen werden und dann etwa gegnerische Streitkräfte ausschalten. US-Atomwaffen sollen offiziell unbestätigten Angaben zufolge zum Beispiel in Norditalien, in Belgien sowie in den Niederlanden und im rheinland-pfälzischen Büchel lagern.

    Zum genauen Übungsszenario machte die Nato keine Angaben. Militärexperten zufolge wird bei den regelmässig im Oktober stattfindenden Manövern aber unter anderem geübt, wie man die Waffen sicher aus unterirdischen Magazinen zu den Flugzeugen transportiert und unter die Kampfjets montiert. Wie bei den anschliessenden Angriffsübungen werden allerdings auch dabei nur Übungsbomben ohne echten Kernsprengkopf verwendet.

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    Kommentare

    User #9916 (nicht angemeldet)

    Man stelle sich vor, dass der Iran eine nukleare Teilhabe von den Chinesen oder Russen bekommt. 😁

    User #6140 (nicht angemeldet)

    In Sibirien können sie scharf üben.

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