Omikron ist auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Der zuständige Expertenrat will Kontaktbeschränkungen noch vor Weihnachten.
Zugang zu Covid-Intensivstation in Bochum
Zugang zu Covid-Intensivstation in Bochum - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Der deutsche Corona-Expertenrat empfiehlt rasche Kontaktbeschränkungen.
  • Zu Art und Umfang macht das 19-köpfige Gremium aber keine Angaben.

Wegen der sich rasant ausbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus empfiehlt der Corona-Expertenrat der Bundesregierung die rasche Einführung von Kontaktbeschränkungen.

Aus dem zu erwartenden Szenario «ergibt sich Handlungsbedarf bereits für die kommenden Tage», heisst es in einem am Sonntag veröffentlichen Beschluss des Gremiums. Wirksame bundesweit abgestimmte Gegenmassnahmen zur Kontrolle des Infektionsgeschehens müssten vorbereitet werden.

Zu Art und Umfang der notwendigen Kontaktbeschränkungen macht das 19-köpfige Expertengremium in dem einstimmig gefassten Beschluss keine Angaben. Zur Begründung für seine Empfehlung verwies der Rat auf die als besonders infektiös geltende Omikron-Virusvariante, die eine «neue Dimension»in das Pandemiegeschehen bringe.

Deutliche Erhöhung der Omikron-Inzidenz

«Die in Deutschland angenommene Verdopplungszeit der Omikron-Inzidenz liegt aktuell im Bereich von etwa zwei bis Tagen.» Aufgrund des gleichzeitigen, extremen Patientenaufkommens sei eine erhebliche Überlastung der Krankenhäuser zu erwarten – «selbst für den wenig wahrscheinlichen Fall einer deutlich abgeschwächten Krankheitsschwere im Vergleich zur Delta-Variante».

Sogar wenn sich alle Krankenhäuser ausschliesslich auf die Versorgung von Notfällen und dringlichen Eingriffen konzentrieren würden, «wird eine qualitativ angemessene Versorgung aller Erkrankten nicht mehr möglich sein».

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