Deutsche wollen 1,2 Mio. «Notfälle» abweisen
Die deutsche Regierung will mit einer Reform die Patienten besser lenken. Damit sollen 1,2 Mio. Notfälle verhindert und 1,3 Mrd. Euro pro Jahr gespart werden.

Das Wichtigste in Kürze
- Die deutsche Regierung will mit einer Reform 1,2 Millionen Notfall-Besuche verhindern.
- So sollen Patienten besser gelenkt und an die richtige Stelle weitergeleitet werden.
- Langfristig wird mit jährlichen Einsparungen von 1,3 Milliarden Euro gerechnet.
Die steigenden Kosten für das Gesundheitswesen beschäftigen viele Länder. Immer wieder wird kritisiert, dass viele Patienten den Notfall mit Bagatellen aufsuchen und so hohe Kosten verursachen. Deutschlands Regierung hat nun eine Reform beschlossen, mit der das verhindert werden soll.
Demnach sollen Patienten besser geleitet werden. Fachkräfte sollen die Entscheidung, ob der Notfall aufgesucht werden soll oder nicht, übernehmen.
Die Reform will zentrale Anlaufstellen in Spitälern und per Telefon schaffen. In einigen Krankenhäusern sollen integrierte Notfallzentren entstehen. Hier sollen die Patienten nach einer Ersteinschätzung an die richtige Stelle weitergeleitet werden. Die Notaufnahme für lebensbedrohliche Notfälle und Notdienstpraxen für dringende medizinische Anliegen werden besser und effizienter zusammenarbeiten.
Auch sollen die Notrufnummer (112) und der ärztliche Bereitschaftsdienst (116 117) digital verknüpft werden. Neu können Patienten von einem Dienst zum anderen weitergeleitet werden, ohne erneut ihre Daten angeben zu müssen. Mit dieser telemedizinischen Vorabklärung soll verhindert werden, dass Personen unnötigerweise in den Notfall gehen oder Ambulanzen ausrücken.
Die deutsche Regierung erwartet, dass es mit der Reform 1,2 Millionen Notfälle weniger geben wird. Dadurch sollen die echten Notfälle schneller behandelt werden. Langfristig rechnet sie mit Einsparungen von 1,3 Milliarden Euro pro Jahr.















