Österreich diskutiert wegen der Omikron-Variante des Coronavirus schon über den fünften Lockdown. Experten befürchten einen enormen Schaden für die Wirtschaft.
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Leeres Strassencafé in Salzburg, Österreich. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Wegen Omikron wird in Österreich ein Massenausfall von Arbeitskräften befürchtet.
  • Damit dieser abgefedert werden kann, diskutiert man nun eine Lockerung der Quarantäne.

Sorge um die Wirtschaft in Österreich: Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante steht ein erneuter Lockdown zur Diskussion. Dies wäre dann bereits der fünfte.

Experten befürchten derweil einen massiven Schaden für die Wirtschaft, wie «OE24» berichtet. Laut Berechnungen würden sich die Kosten bei einem erneuten Herunterfahren der Wirtschaft auf 730 Millionen Euro pro Woche belaufen. Zum Vergleich: Der erste Lockdown kostete noch 1,8 Milliarden Euro pro Woche.

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Insgesamt wurden die Verluste für die österreichische Wirtschaft bei jedem Lockdown immer geringer. Bereits der zweite Lockdown kostete mit 860 Millionen Euro deutlich unter einer Milliarde. Noch weniger kostete der dritte Lockdown mit 840 Millionen sowie der vierte mit 750 Millionen Euro; so die Zahlen von Agenda Austria.

Coronavirus: Omikron ist vorherrschend

In Österreich – wie auch in den meisten anderen europäischen Ländern – herrscht Omikron nun vor. In der letzten Kalenderwoche 2021 wurden 4712 Omikron-Fälle nachgewiesen und 2965 Delta-Fälle.

Die Omikron-Zahlen gehen stark in die Höhe: Am Dienstag wurden mehr als 5000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Die Lage in den Kliniken ist aber noch verhältnismässig entspannt. Um einem Zusammenbruch der Infrastruktur vorzubeugen, wurden etwa die Mitarbeiter des Energieversorgers von Wien isoliert. Bund und Länder wollen am Donnerstag über neue Quarantäneregeln beraten.

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