Für Samstag hat sich eine Corona-Demo in Wien angekündigt. Dies, nachdem am Freitag ein neuer Lockdown und eine Impfpflicht bekannt gegeben wurden.
Wien Polizei coronavirus
Polizisten stehen in Wien an einer Strasse (Symbolbild). - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Wiener Polizei bereitet sich auf mögliche Ausschreitungen an Corona-Demos vor.
  • Ab Samstag-Mittag finden in Österreichs Hauptstadt drei Kundgebungen statt.
  • Hintergrund sind die am Freitag angekündigten Corona-Massnahmen-Verschärfungen.

Vor Beginn der Corona-Demonstrationen in Wien hat sich die Polizei auch auf Randale eingestellt. «Wir sind gut und breit aufgestellt, um eine etwaige Eskalation zu verhindern», sagte ein Polizeisprecher am Samstag.

Es seien zusätzlich zu den normalen Streifen 1300 Polizisten sowie auch Beamte des Verfassungsschutzes in Zivil im Einsatz. In den Niederlanden war es am Freitagabend bei Protesten gegen schärfere Corona-Massnahmen zu schweren Ausschreitungen gekommen.

In Wien hätten die Organisatoren versucht, mit Dutzenden Kundgebungsanmeldungen die Behörden zu verwirren, sagte der Sprecher weiter.

Drei Kundgebungen mit insgesamt 10'000 Teilnehmenden

Die Polizei gehe davon aus, dass sich im Wesentlichen drei Kundgebungen ab Mittag formieren würden. Es müsse damit gerechnet werden, dass Teile der Innenstadt zeitweise für den Verkehr gesperrt werden müssten. Die rechte FPÖ, einer der Hauptorganisatoren der Kundgebungen, erwartet zu den Protesten insgesamt rund 10'000 Teilnehmer.

Die österreichische Regierung hat wegen der massiven vierten Corona-Welle einen Lockdown für alle ab Montag angekündigt. Während die Ausgangsbeschränkungen für Geimpfte und Genesene am 13. Dezember enden sollen, ist der Lockdown für Ungeimpfte unbefristet. Ausserdem wird Österreich als erstes Land in der EU im Februar 2022 eine Corona-Impfpflicht einführen.

Mehr zum Thema:

Regierung FPÖ EU Coronavirus