Continental rutscht wegen Corona-Krise in die Verlustzone
Continental schreibt wegen der Corona-Krise rote Zahlen. Der Umsatz des deutschen Reifenherstellers ist um 41,2 Prozent gesunken.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Corona-Krise lässt Continental in die Verlustzone rutschen.
- Der deutsche Reifenhersteller hat einen Nettoverlust von 741,1 Millionen Euro.
- Nun will das Unternehmen die Einsparungen fortfahren.
Der deutsche Autozulieferer und Reifenhersteller Continental ist wegen der Corona-Krise unter dem Strich tief in die Verlustzone gerutscht. Der Nettoverlust betrug zwischen April und Ende Juni 741,1 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern mitteilte. Vor einem Jahr hatte Conti noch 484,8 Millionen Gewinn gemacht.
«Im Tal der schlimmsten Wirtschaftskrise der Autoindustrie seit dem Zweiten Weltkrieg haben wir besser abgeschnitten als unsere Märkte». Das sagte Vorstandschef Elmar Degenhart laut Mitteilung.
Fixkosten um 400 Millionen Euro gesenkt
Angesichts des bereits bekannten Umsatzeinbruchs von 41,2 Prozent auf 6,62 Milliarden Euro will das Unternehmen mit den Einsparungen weiterfahren. «Unser harter Tritt auf die Kostenbremse wirkt spürbar und schnell», sagte Degenhart.
Im zweiten Quartal habe Conti die Fixkosten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um über 400 Millionen Euro gesenkt. Im Gesamtjahr sollen die ausgabewirksamen Fixkosten um insgesamt mehr als 5 Prozent zurückgehen, die Investitionen um über 25 Prozent.
Verzicht auf konkreten Jahresausblick
Auf einen konkreten Jahresausblick verzichtet Conti weiter. Auch im dritten Quartal dürfte die weltweite Fahrzeugproduktion um 10 bis 20 Prozent unter Vorjahr liegen. Im zweiten Quartal waren es laut Conti 45 Prozent.