Berichte: Boris Johnson gesteht Fehler in Korruptionsdebatte ein

Keystone-SDA
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Grossbritannien,

Der britische Premier Boris Johnson gesteht Fehler der Tory-Partei. Die Kontroverse um Korruption in der britischen Regierung sorgt für angespannte Stimmung.

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Britischer Premier Boris Johnson im Parlament. - Keystone.

Das Wichtigste in Kürze

  • Boris Johnson hat Fehler im Korruptionsskandal seiner Partei eingestanden.
  • Nun wurden Massnahmen zu einer strengeren Regelung der Nebenbeschäftigungen verabschiedet.
  • Die Korruptionsvorwürfe dominieren die Schlagzeilen in Grossbritannien.

Der britische Premier Boris Johnson hat Berichten zufolge Fehler im wochenlangen Streit um Korruptionsvorwürfe gegen seine Tory-Partei eingestanden. In einer Runde besonders kritischer konservativer Hinterbänkler habe Johnson zugegeben, «den Karren vor die Wand gefahren» zu haben. Darüber berichtete unter anderem die BBC am Donnerstag.

Tories unter Korruptionsverdacht

Die Korruptionsvorwürfe gegen die Tories dominieren in Grossbritannien die Schlagzeilen. Dies seit Johnson versuchte, einen betroffenen Parteifreund vor einer Strafe zu schützen. Weitere Enthüllungen über Abgeordnete heizten das Thema weiter an. Beispielsweise der frühere juristische Chefberater der Regierung, der Hunderttausende Pfund durch Beraterverträge mit Firmen in Steueroasen in der Karibik verdiente.

Das britische Parlament verabschiedete am Mittwoch Johnsons Vorschläge für die Verschärfung der Regeln für die Nebentätigkeiten von Abgeordneten. Allerdings stimmten nicht einmal alle Vertreter seiner eigenen Partei dafür. Die oppositionelle Labour-Partei hatte einen konkreteren Zeitplan für die anstehende Reform vorgeschlagen. Die Labour-Politikerin Rachel Reeves kritisierte im BBC-Interview, nun würden die dringenden Reformen auf unabsehbare Zeit aufgeschoben.

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Rachel Reeves (links) and Angela Rayner (r) der Labour-Partei. - Keystone.

Anlass der Debatte war der konservative Abgeordnete Owen Paterson, der wegen bezahltem Lobbyismus 30 Tage vom Parlament suspendiert werden sollte. Doch der Premier wollte das nicht hinnehmen und beschloss, stattdessen das Disziplinarverfahren für Abgeordnete über den Haufen zu werfen. Die Kritik war allerdings so heftig, dass die Regierung schon einen Tag später eine Kehrtwende machte.

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