EU

    Belarus fordert «humanitären Korridor» für 2000 Migranten in die EU

    Keystone-SDA
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    Weissrussland,

    Angela Merkel solle mit der EU einen Deal für einen «humanitären Korridor» aushandeln. Das fordert der belarussische Machthaber Lukaschenko.

    Belarus
    Migranten sitzen zusammen vor der Grenze in Belarus am gesperrten Übergang zu Polen. Foto: Ulf Mauder/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Lukaschenko fordert einen Korridor in die EU für 2000 Flüchtlinge.
    • Angela Merkel solle den entsprechenden Deal mit der EU aushandeln.
    • Im Gegenzug würde er sich bemühen, 5000 Migranten in ihre Heimat zu schicken.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) soll einen «humanitären Korridor» für 2000 Migranten in die EU aushandeln. Das forderte der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko.

    Im Gegenzug dazu bot er an, sich um die Rückkehr von 5000 Migranten in ihre Heimatländer zu bemühen. Dies habe er bei einem Telefonat mit Merkel vorgeschlagen. So Lukaschenkos Sprecherin Natalja Eismont am Donnerstag der Staatsagentur Belta zufolge.

    Genaue Anzahl Migranten in Belarus unklar

    Ob derzeit 7000 Migranten in Belarus sind, lässt sich nicht unabhängig bestätigen.

    Mit seinem Vorstoss fing sich Lukaschenko in Berlin eine Absage ein. Die geschäftsführende Regierung sieht bei Fragen zur humanitären Situation dem Vernehmen nach die EU in der Verantwortung. Aus Berliner Regierungskreisen hiess es am Donnerstag: «Deutschland hat dem nicht zugestimmt. Es handelt sich um ein europäisches Problem, bei dem Deutschland nicht alleine vorgeht.»

    Alexander Lukaschenko
    Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko. Foto: Nikolay Petrov/BelTA/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    An der belarussisch-polnischen Grenze harren seit Tagen Tausende Migranten aus. Viele von ihnen wollen nach Deutschland. Europa beschuldigt Lukaschenko, in organisierter Form Flüchtlinge aus Krisenregionen an die EU-Aussengrenze zu bringen, um Druck zu machen.

    Es wird vermutet, dass er sich damit für Sanktionen rächen will. Merkel und Lukaschenko haben in dieser Woche bereits zweimal miteinander telefoniert. Am Donnerstag startete in Minsk ein Sonderflug, um mehr als 400 Migranten wieder in den Irak zu fliegen.

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