Coronavirus

    Belarus: Erster Corona-Fall in Migranten-Unterkunft

    DPA
    DPA

    Polen,

    Schätzungsweise 900 Menschen halten sich noch immer in unmittelbarer Nähe der Grenze zu Polen auf. Trotz der Kälte verbringen viele die Nächte im Freien. Nun gibt es einen ersten Corona-Fall.

    Belarus
    Migranten sitzen zusammen vor der Grenze in Belarus am gesperrten Übergang zu Polen. Foto: Ulf Mauder/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Belarus hat einen ersten Corona-Fall in der Migranten-Notunterkunft nahe der polnischen Grenze gemeldet.

    In der zum Schlaflager umfunktionierten Logistikhalle sei ein Mensch erkrankt, meldete die belarussische Staatsagentur Belta am Donnerstag unter Berufung auf einen Behördenvertreter aus der Region Grodno. Der Erkrankte sei in ein Krankenhaus gebracht worden.

    In der am Dienstag eröffneten Unterkunft schliefen in den vergangenen beiden Nächten Hunderte Menschen auf engstem Raum auf dem Boden. Weil Regen droht, wurden nun in der oberen Etage noch weitere Migranten untergebracht. Immer mehr Menschen verlassen das Waldstück direkt an der Grenze zu Polen, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur vor Ort berichtete.

    Kaum Corona-Schutzauflagen in Migranten-Unterkunft

    In der Halle hielten sich demnach am Donnerstagnachmittag bereits rund 2000 Menschen auf. Corona-Schutzauflagen gibt es dort kaum, fast niemand trägt eine Maske. Die Hygienebedingungen sind schlecht. Dmitri Schewzow, Generalsekretär des belarussischen Roten Kreuzes, sagte der dpa, dass alle Menschen in der Unterkunft Platz finden könnten, die in den vergangenen Tagen im Grenzgebiet kampiert hatten.

    In der Logistikhalle werde nun eine Impfstelle eröffnet, an der ein chinesisches Vakzin verabreicht werden solle, hiess es bei Belta. Belarus hat erst vor einigen Tagen rund 1,5 Millionen Dosen des chinesischen Herstellers Sinopharm geliefert bekommen.

    An der belarussisch-polnischen Grenze harren seit Tagen Tausende Migranten aus. Europa beschuldigt den autoritären belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Flüchtlinge aus Krisenregionen an die polnische Aussengrenze gebracht zu haben, um die Europäische Union unter Druck zu setzen und sich für Sanktionen zu rächen.

    Erste Migranten zurück in den Irak geflogen

    Ein erster Sonderflug mit irakischen Migranten an Bord ist am Donnerstag in Belarus gestartet. Die Maschine mit Ziel Bagdad hob am Nachmittag vom Flughafen der Hauptstadt Minsk ab, wie der Airport auf seiner Internetseite mitteilte. In Videos der belarussischen Staatsagentur Belta aus der Abfertigungshalle waren viele junge Menschen und Familien mit Kindern zu sehen.

    Nach offiziellen Angaben aus dem Irak war am Donnerstag die Rückführung von 430 Irakern geplant, die in Belarus gestrandet waren. In Belarus haben Hunderte Migranten an der Grenze zu Polen trotz Kälte den elften Tag in Folge die Nacht unter freiem Himmel verbracht.

    An der belarussisch-polnischen Grenze harren seit Tagen Tausende Migranten aus. Europa beschuldigt den autoritären belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Flüchtlinge aus Krisenregionen an die polnische Aussengrenze gebracht zu haben, um die Europäische Union unter Druck zu setzen und sich für Sanktionen zu rächen.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Thomas Aeschi SVP
    59 Interaktionen
    Er will!
    Krakau Schiesserei
    204 Interaktionen
    Schüsse in Krakau

    MEHR IN NEWS

    brandkatastrophe
    7 Interaktionen
    Crans-Montana
    Mariana Mazzucato
    34 Interaktionen
    Fordert Veränderung
    Insel Gheschm
    1 Interaktionen
    Teheran
    2 Interaktionen
    Zürich

    MEHR CORONAVIRUS

    corona
    14 Interaktionen
    Streit um Corona
    Long Covid Mann
    34 Interaktionen
    Studie
    5 Interaktionen
    Für Krypto-Geschäfte
    204 Interaktionen
    Erkältungssaison

    MEHR AUS POLEN

    2 Interaktionen
    Krakau
    10 Interaktionen
    Warschau
    polen
    3 Interaktionen
    Warschau