Auch Alice Weidel betroffen: Hacker plündern AfD-Mailfächer
Unbekannte Hacker haben Mail-Postfächer der AfD geplündert und die Mails im Netz veröffentlicht. Auch Alice Weidel ist betroffen.

Das Wichtigste in Kürze
- Hacker haben Mail-Postfächer der AfD erbeutet und Mails im Internet veröffentlicht.
- Betroffen sind laut «Bild» unter anderem Weidel und Gauland, es geht um 421'179 Mails.
- Die AfD bestätigt den Angriff, die Echtheit der Unterlagen ist aber noch unklar.
Riesiger Datenklau bei der AfD! Unbekannte Hacker haben Mail-Postfächer der Partei geplündert und die Mails im Internet veröffentlicht. Es soll sich um Hunderttausende Nachrichten handeln. Die AfD bestätigte den Angriff gegenüber der «Bild», machte aber keine Angaben zum Umfang.
Ein AfD-Sprecher erklärte: «Im September 2026 kam es zu einem Hackerangriff auf einen Hosting-Dienstleister unserer Partei, bei dem offenbar Teile einiger weniger Mail-Postfächer – von denen die meisten seit Jahren nicht mehr genutzt waren – widerrechtlich kopiert wurden.»
Auf einer Website wurden am Dienstag mehrere dieser Postfächer veröffentlicht und zwar als KI-Zusammenfassungen. Als Absender nennt die Seite unter anderem Alice Weidel, Alexander Gauland und Leif-Erik Holm. Insgesamt soll es sich um 421'179 Mails mit 281 Gigabyte handeln.
AfD-Sprecher: Angriff konnte rasch tge
Die «Bild» konnte einen ersten, sehr begrenzten Blick in die Daten werfen. Darin findet sich ein Foto vom Personalausweis von Markus Frohnmaier. Er ist Vize-Fraktionschef der AfD im Bundestag.
Ausserdem enthalten sind demnach Fotos weiterer Ausweise, Rechnungen, Kontoauszüge und Zeugnisse. Dazu kommen Mitgliedsanträge und Mitgliederlisten von AfD-Kreisverbänden in Nordrhein-Westfalen.

Ob die veröffentlichten Unterlagen echt sind, ist offen. Unklar ist auch, ob sie bei dem bestätigten Hackerangriff erbeutet wurden. Laut dem AfD-Sprecher konnte der Angriff rasch gestoppt werden.
Alle betroffenen Nutzer – also auch Alice Weidel – seien informiert worden. Die aktuellen Mail-Postfächer der Bundes-AfD seien nicht betroffen. Die nun erfolgte Veröffentlichung der Mails werde geprüft.














