Linksextreme Aktivistin muss schon wieder in Zürich vor Gericht
Zum wiederholten Mal muss sich eine Aktivistin, die dem linksextremen Umfeld zugerechnet wird, heute Mittwoch in Zürich vor Gericht verantworten. Im März liess Andrea Stauffacher den Prozess platzen, sie war gar nicht erst aufgetaucht.

Glänzt sie auch dieses Mal mit Abwesenheit, wird der Prozess trotzdem durchgeführt. Die Beschuldigte soll nach Forderung der Staatsanwaltschaft wegen mehrfachen Landfriedensbruchs, mehrfacher Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte und Teilnahme an einer unbewilligten Kundgebung verurteilt werden.
Bestraft werden soll sie mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten und einer Busse über 300 Franken. Auch ein DNA-Profil soll erstellt werden. Für Stauffacher gilt die Unschuldsvermutung. Die Anträge ihres Verteidigers werden an der Verhandlung bekanntgegeben.
Bei eskalierten Demos dabei
Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit zwei unbewilligten Demonstrationen in Zürich und Basel. Im Februar 2022 soll sich Stauffacher gemäss Anklageschrift in Zürich einer Gegendemonstration der Szene «Zürich Nazifrei» angeschlossen haben. Rund 2000 Personen zogen durch die Innenstadt.
Aus der Gruppe heraus griffen Vermummte die Polizei an, warfen Pflastersteine und Restaurantmobiliar und beschädigten mehrere Polizeiautos. Es entstand Sachschaden von tausenden Franken. Stauffacher war über eineinhalb Stunden mittendrin.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich im Februar 2023 in Basel bei einer Demonstration unter dem Motto «Die Klimakrise ist jetzt!». Dort marschierten bis zu 500 Personen durch die Strassen. Demonstranten bewarfen die Polizei mit Steinen, Farbflaschen und Knallkörpern. Mehrere Polizisten erlitten Verletzungen, darunter Gehörtraumata und Brandwunden. Auch hier befand sich Stauffacher laut Anklage in den vordersten Reihen, hielt eine Rede mit Mikrofon und blieb trotz der Gewalt in der Menge.










