Der separatistische Politker Pere Aragnoès hat bei der Wahl des Regierungschefs am Freitag keine Mehrheit für sich gewinnen können.
Abstimmung im Parlament Kataloniens
Pere Aragones, Vizepräsident von Katalonien und Kandidat der katalanischen Regionalpartei ERC, spricht während einer Wahlkampfkundgebung in Barcelona. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • In Katalonien fand am Freitag die Wahl des Regierungschefs statt.
  • Pere Aragonès ist dabei im Parlament durchgefallen.
  • Er will nun am Dienstag ein zweites Mal antreten.

Der separatistische Politiker Pere Aragonès ist bei der Wahl des neuen katalanischen Regierungschefs durchgefallen. Im Regionalparlament von Barcelona bekam der Kandidat der links-republikanischen Partei «ERC» am Freitagabend nicht die erforderliche Mehrheit.

Für Aragonès stimmten 33 Abgeordnete seiner eigenen Partei und neun Abgeordnete der linksradikalen CUP. Die liberal-konservative Separatistenpartei «JxCat (32)», mit der Aragonès eine Koalitionsregierung bilden möchte, enthielt sich der Stimme. Die Verhandlungen über eine Koalitionsvereinbarung seien noch nicht weit genug fortgeschritten, begründete die Partei ihre Haltung.

Aragonès will nun am kommenden Dienstag ein zweites Mal antreten. Dann reicht die einfache Mehrheit der anwesenden Parlamentarier.

Sollte er erneut durchfallen, bliebe noch eine Frist bis zum 26. Mai, um eine Regierung zu bilden. Gelingt das nicht, müsste es eine Neuwahl geben.

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